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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Ausflugsziel vor dem Martinitor
Zwischenüberschrift:
Schlösschen wurde in den 60er-Jahren abgerissen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Blumenhallen waren einst beliebte Ausflugsziele der Osnabrücker an Sonn- und Feiertagen. Eines der vier Gasthäuser am westlichen Stadtrand war die Martinsburg.
" Die Stadtbebauung dringt auch in dieser Gegend immer weiter vor", stellte ein Redakteur des Osnabrücker Tageblattes im Juni 1961 fest. Damals prüfte der Rat der Stadt verschiedene Vorschläge als Standort für eine neue Stadthalle.
Als eine der acht Möglichkeiten wurde das Gelände, auf dem die Martinsburg stand, ins Auge genommen - doch der Plan wurde bekanntlich später wieder verworfen.
Seinen Namen verdankt das Schlösschen dem Martinitor. Das lag einst am Ende der Martinistraße, etwa dort, wo sie in den Neuen Graben übergeht. Das Martinitor war eines der kleineren Stadttore, durch das die Menschen im späten Mittelalter nach Osnabrück gelangten.
Vor diesem Tor lag einst das Dorf Halle. Hier besaß die Familie Blome einige Grundstücke. Es war eine alte Osnabrücker Familie, aus der auch Johann Blome stammte, den die Stadtchronik 1347 als Bürgermeister nennt. 1493 wird zum ersten Mal eine " Blomenhalle" erwähnt. Im Hochdeutschen wurde daraus die " Blumenhalle" (Plattdeutsch " Blome" für Blume).
Vier solcher Ausflugslokale lagen in der Gegend um den heutigen Blumenhaller Weg. Die Martinsburg lag etwas abseits von der Straße an der " Heger Furt". Heute ist eine Straße nach ihr benannt. Ihre Entstehung geht auf den Tabakfabrikanten Christian Franz Thorbecke (Bürgermeister von 1913 bis 1830) zurück. Er hatte die Reste des ehemaligen Gehöftes Eenhues (Edinghaus) erworben. Dieses lag vor dem Heger Holz am Westerberg). Aus den Steinen des Gehöfts hatte Thorbecke die Martinsburg errichten lassen.
1875 war der Grossist und Händler David Meyer Eigentümer des Hauses. Der Wirt der Wein-, Bier- und Kaffeewirtschaft Martinsburg hieß zu dieser Zeit W. Crone.
Ein späterer Besitzer namens Donnerberg ließ das Gebäude als Landsitz ausbauen, später war hier ein Männerheim untergebracht. Es folgte der Arbeitsdienst, und in der Nachkriegszeit nahmen die Briten als Besatzungsmacht das Anwesen in Anspruch. In den 1960er-Jahren schließlich wurde die Martinsburg abgerissen.
Autor:
Marie-Luise Braun


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