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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Freie Sicht im Pulverdampf
Zwischenüberschrift:
Haupt- und Realschüler erfahren etwas über die Hase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zähne putzen und aufs Klo gehen, Fische fangen, Korn mahlen, die Stadt gegen Angreifer verteidigen - das alles hat oder hatte mal etwas mit der Hase zu tun. Hauptschüler aus der 7. Klasse der Käthe-Kollwitz-Schule erfuhren jetzt bei einem Schnuppergang mit Detlef Götting von von Stadt-Land-Führungen allerlei Wissenswertes über den Osnabrücker Fluss.
Weitere Klassen sollen folgen. Wenn das Netzwerk " Schulen für eine Lebendige Hase" ein Programm auf die Beine stellt, melden sich meist nur Grundschulen und Gymnasien. Die Initiatoren von der Stadt Osnabrück und dem Arbeitskreis Umweltbildung der Lokalen Agenda 21 wollten deshalb ein Angebot für die Haupt- und Realschulen schaffen. Mit den Hase-Schnuppergängen wenden sie sich an 7. und 8. Klassen.
Kreischlaute dringen aus dem dunklen Gang, der in das Innere der Hohen Brücke an der Vitischanze führt. Detlef Götting hat die 20 Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule von Klassenlehrerin Anke Bleeker mit Taschenlampen ausgerüstet und nach unten geschickt. Doch dann hören die Jungs und Mädels aufmerksam zu, als der Stadtführer ihnen die Funktionsweise der Schießscharten erklärt. Vor allem, dass es für die mittelalterlichen Verteidiger eminent wichtig war, auch im Ernstfall freie Sicht zu behalten. Diesem Zweck dienten die Pulverdampf-Abzugsöffnungen, die heute noch zu erkennen sind.
Auf dem Vitihof versammelt Detlef Götting die Schüler vor der Waschfrau mit dem stattlichen Hinterteil und erklärt den Warmduschern, was es bedeutet, sich mit acht Grad kaltem Wasser zu waschen: " Das ist schweinekalt!"
An der Pernickelmühle erfahren die Schüler, dass früher an dieser Stelle nicht nur Getreide, sondern auch Ölsaaten gemahlen wurden. Und dass es schon mal eine Zeit gab, in der 828 Fischarten die Hase bevölkerten, darunter der Aal und das Moderlieschen. Der Herrenteichswall, der Neumarkt und die Neue Mühle am Kollegienwall sind die weiteren Stationen des Haserundgangs, jeweils angereichert mit Geschichten und Histörchen. Es fällt auf, dass die Schüler zuhören und der Versuchung widerstehen, Quatsch zu machen oder gar zu stören. Detlef Götting findet halt den passenden Ton, um die 12- bis 13-Jährigen anzusprechen.
Finanziert werden die Hase-Schnuppergänge von der Friedel-und-Gisela-Bohnenkamp-Stiftung. Deren Geschäftsführer Michael Prior beruft sich auf das Motto " Bildung fördern - alle mitnehmen". Der Hase-Schnuppergang öffne die Augen für ein Thema, das im Unterricht nicht so einfach zu vermitteln wäre.
Acht der 20 Hase-Schnuppergänge für Haupt- und Realschüler sind noch zu vergeben. Kontakt: Christiane Balks, Fachbereich Umwelt, Telefon 0541/ 323-3162, balks@ osnabrueck.de.
Autor:
rll


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