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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Beim Bau ist der Wind noch Gegner
Zwischenüberschrift:
Auf Piesberg wächst erster Turm
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von Jann Weber Osnabrück. Der erste von drei Türmen wächst auf der Rotte des Abfallwirtschaftsbetriebes auf dem Piesberg aus dem Boden. Zwei weitere werden ab der kommenden Woche auf der 30 Meter höheren Felsrippe entstehen. Die Auricher Firma Enercon baut dort drei Windräder mit einer Nabenhöhe von 108 Metern. Einschließlich der Flügel werden sie knapp 150 Meter in die Luft ragen. Im Juli sollen sie ans Netz gehen.
Vielleicht sind sie auch schon eher fertig. So genau lässt sich das nicht sagen. Denn das Problem ist der Wind. Bevor die Rotoren ihn für die Stromerzeugung nutzen können, ist er der Gegner der Baumeister, wie Enercons Projektmanager Olaf Kunert erläutert. Weht der Wind schneller als zwölf Meter pro Sekunde, gibt es eine Zwangspause. Und das ist auf dem Piesberg häufiger der Fall.
Genau das macht ihn aber auch zu " einem der besten Standorte in Norddeutschland", wie Manfred Hülsmann berichtet. Er ist Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke, die rund zehn Millionen Euro für die neuen Windräder ausgeben: " Es handelt sich damit um unsere bisher größte Einzelinvestition in regenerative Energien."
Die Enercon-Windräder des Typs E 82 leisten je 2000 Kilowatt. Gemeinsam mit dem verbliebenen älteren Windrad sollen sie pro Jahr fast 14 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Abstrakte Zahlen. Deshalb spricht Manfred Hülsmann von Tausenden Haushalten, die damit versorgt werden können ohne CO2 - Ausstoß. Was die neuen Windräder für die Umweltbilanz bedeuten, vergleicht Dr. Klaus Siedhof von den Stadtwerken so: " Es ist, also ob wir 5400 Autos stilllegen würden."
Doch erst müssen die Windräder gebaut werden. Das ist am Piesberg nicht so einfach. Auf der Felsrippe musste zunächst Boden ausgehoben und mit Schotter neu aufgefüllt werden, um den drei Meter tiefen und 16, 40 breiten Fundamenten eine solide Basis zu geben für je 370 Kubikmeter Beton und 40 Tonnen Stahl, wie Olaf Kunert vorrechnet.
Insgesamt wird die Firma Enercon auf dem Piesberg 4000 Tonnen Material verarbeiten. Beton, Stahl und Technik werden vor allem nachts angeliefert. Die Steigungen und die Enge an einigen Stellen erschweren die Arbeit. Vor allem ab der kommenden Woche, wenn die Türme auf der Felsrippe entstehen sollen. " Der Knackpunkt ist die Zufahrt", erläutert Karl-Heinz Meyer von den Stadtwerken. Die wird derzeit angelegt. Und so soll es dort ab der kommenden Woche gehen: " Radlader werden die Lastwagen an der Steigung hochziehen."

Bildtext:

Ein Riese aus Beton und Stahl. Für Dr. Klaus Siedhof (Stadtwerke), Axel Mader und Olaf Kunert (Enercon), Manfred Hülsmann und Karl-Heinz Meyer (Stadtwerke) geht alles nach Plan: Im Juli sollen drei neue Windräder auf dem Piesberg Strom erzeugen.

Foto: Jörn Martens


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