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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Strom kommt aus der Wüste
Zwischenüberschrift:
Max Schön stellt "Desertec" vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Tu es." Am Ende seines Vortrags zeigt Max Schön eine Folie mit diesen beiden Worten. Es klingt so einfach, wenn der Präsident der deutschen Gesellschaft des Club of Rome erklärt, wie mit " Desertec" Energiefragen gelöst werden können und das Klima geschont wird. Max Schön stellte das Konzept in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt 250 Zuhörern vor.
" Saubere Energie für eine Welt mit zehn Milliarden Menschen" und " Energie CO2 - neutral gewinnen durch Desertec", so lauten die Formeln, deren Umsetzung Schön begreifbar macht.
" Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht", sagt Max Schön. Das Desertec-Konzept sieht vor, im Nahen Osten und Nordafrika mit solarthermischen Kraftwerken und Windparks Strom zu erzeugen. Dieser soll zunächst in diese Länder geleitet und ab 2020 auch in Europa verfügbar gemacht werden.
Max Schön ist sich sicher, dass auf diese Weise produzierte Energie nicht nur der Kohlenstoffdioxid-Belastung der Erde entgegenwirkt. Das schont das Klima. Das Desertec-Konzept vermöge es zudem, zur Lösung weiterer Herausforderungen beizutragen. So unterstütze der Standort der Kraftwerke die Entwicklung armer Regionen. Und zwar nicht nur durch das Schaffen direkter Arbeitsplätze, sondern auch durch die Infrastruktur, die dort zunächst aufgebaut werden muss. Zudem fördere das grenzübergreifende Konzept die Völkerverständigung und helfe so, Kriege zu vermeiden, hofft der Betriebswirtschaftler.
Nicht zuletzt sitzen bei Desertec große Energieproduzenten mit im Boot, die sich bislang bei der Produktion erneuerbarer Energien zurückgehalten haben. Auf die Kritik, dass durch dieses Konzept die lokale Produktion von Solarenergie zurückgedrängt werde, entgegnete Schön, dass diese weiterhin vorgesehen ist. Und er betonte, dass die Menschen mit Desertec lernen können: " Ich bin Teil des Problems, aber ich kann es auch lösen."
Der Club of Rome wurde 1968 in Rom gegründet und vereint 100 Persönlichkeiten aus aller Welt, die sich um die Zukunft der Menschheit sorgen und dafür Lösungsstrategien entwickeln.
Info: www.desertec.org/ de/ »
Autor:
mlb


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