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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baumschutz: Parteien wollen sich einigen
Zwischenüberschrift:
Morgen Treffen der Ratsfraktionen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kommt jetzt Bewegung in die lange Zeit festgefahrene Auseinandersetzung um den Schutz der Bäume in der Stadt? Zarte Hoffnung darauf macht ein Treffen zwischen Vertretern der Ratsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen, das morgen stattfindet. Über bisherige ideologische Gräben hinweg wollen sie dabei nach einem Konsens suchen, der langfristig hält. Das Ziel: den Baumbestand sichern und fördern.
Erinnern wir uns: Vor acht Jahren wurde in Osnabrück mit der Mehrheit von CDU und FDP die Baumschutzsatzung abgeschafft. Seitdem zeigt sich jedoch, dass große Bäume zu oft und zu schnell gefällt oder mit einem Radikalschnitt " zu Tode" gepflegt werden. So kam es, dass zunächst engagierte Bürger, später auch die Grünen und Teile der SPD forderten, Osnabrück brauche wieder einen effektiven Schutz seiner Bäume. Auch die Anpflanzung neuer Bäume sei über Programme zu fördern.
Der Fachbereich Umwelt organisierte zwei aufwendige öffentliche Anhörungen mit Vertretern aus Parteien und Verbänden und Experten aus Hannover, Münster und Berlin. Unter dem Titel " Baumschutz mit Weitblick" machte die städtische Verwaltung im vergangenen Jahr neun Vorschläge für " ein besseres Klima" für Bäume in Osnabrück.
" Das sind alles sehr gute Maßnahmen" findet Anette Meyer zu Strohen (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Ohne Zweifel werde die CDU den Vorschlägen zustimmen, bei denen keine Kosten entstehen. Aber das sind nur Vorhaben, die von den Fachbereichen Umwelt und Städtebau sowieso erledigt werden müssen und zeitlich vorgezogen würden, etwa die Ausweisung von einigen Bäumen als Naturdenkmal. Spannend wird es da, wo es Geld kostet. Auch solche Vorschläge macht der Fachbereich den Politikern. " Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten" würde die CDU-Politikerin Meyer zu Strohen auch Aktionen wie " Baumfreunde" oder " Baumpaten" unterstützen.
Die Grünen wollen zusätzlich eine neue Baumschutzsatzung. Dabei soll es fachkundige Beratung, aber keinen Zwang geben. Letztlich soll der Grundstückseigentümer entscheiden, was mit seinem Baum geschehen soll. Für die FDP machte Marita Sliwka noch einmal deutlich, dass eine neue Baumschutzsatzung mit ihrer Partei jedenfalls nicht kommen werde.
Nach dem Gespräch zwischen den Fraktionen wird der zukünftige Baumschutz im Stadtentwicklungsausschuss am 22. April diskutiert und soll anschließend im Rat entschieden werden.

Bildtext: Der Investor, der im Januar auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen Karmann-Villa fünf alte Bäume abholzen ließ, hat die Diskussion über den Baumschutz in Osnabrück noch einmal kräftig angefeuert. Foto: Gert Westdörp
Autor:
sey


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