User Online: 1 | Timeout: 00:59Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker SPD für Lies als Landeschef
Zwischenüberschrift:
Aber Schostok dreht in Verden den Spieß um
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eine Abstimmung der Extreme: Am Freitagabend räumt der Friese Olaf Lies in Osnabrück bei der Vorwahl zum SPD-Landesvorsitz mit 115 Stimmen ab, am Samstagvormittag startet sein parteiinterner Konkurrent, der Hannoveraner Stefan Schostok, in Verden mit 164 Stimmen uneinholbar durch. Die Regionalkonferenzen der SPD offenbaren, wie sehr das Proporz- und Bezirksdenken die Landespartei immer noch beherrscht alles Appellen zur Einheit zum Trotz.
Die einzige Konstante ist Monika Griefahn, die bei dem Rennen um den Landesvorsitz abgeschlagen scheint. Am Freitagabend schaffte die ehemalige Umweltministerin in Osnabrück mit 34 Stimmen einen Achtungserfolg. Am Samstag holte sie in Verden 72 Stimmen und blieb nur 20 Stimmen hinter Olaf Lies zurück.
Monika Griefahn hatte am Freitag im Saal Rahenkamp in Voxtrup genau dieses Proporzdenken innerhalb der SPD angeprangert und sich damit deutlich von den Konkurrenten abgehoben. Sie sei die Einzige, die landesweit bekannt und keinem Bezirk verpflichtet sei, sagte sie. Es half ihr wenig.
Die Entscheidung um den Landesvorsitz der SPD werden der 42-jährige Olaf Lies aus Sande im Kreis Friesland und der 45-jährige Stefan Schostok aus Hannover unter sich ausmachen. Nach sieben der zehn Regionalkonferenzen führt Lies mit 881 Stimmen vor Schostok mit 866 Stimmen. Griefahn steht bei 321. Die Entscheidung treffen die Delegierten des Landesparteitages am 29. Mai in Stade. Der Landesvorstand will anhand des Meinungsbildes aus den zehnRegionalkonferenzen eine Empfehlung an den Parteitag geben.
Eine Diskussion war es nicht, was die 201 Zuhörer im Saal Rahenkamp erlebten. Zu ähnlich sind die Positionen, zu nah die Inhalte beieinander, für die die drei stehen. " Ich bin gekommen, nicht um Programme zu hören, sondern um die Personen kennenzulernen", sagte Nazih Musharbash aus Bad Iburg. Er sprach wohl für die allermeisten im Saal. Die Themen reichten von Obamas Friedenspolitik bis zum verkaufsoffenen Sonntag, von der Vermögensteuer bis zum Mindestlohn, von Hartz IV bis zur FDP-Klientelpolitik. Wer in diesen Tagen über die FDP herzieht, kann sich des Beifalls sicher sein. Und wer Fehler in der Agenda 2010 von Basta-Kanzler Schröder einräumt, gewinnt Sympathien. Zumindest gab es am Freitagabend in Voxtrup dafür Applaus für alle drei. Programmatische Unterschiede sind kaum auszumachen. Entscheidend für das Votum der 201 Sozialdemokraten aus der Region Osnabrück, so schien es, war die persönliche Ausstrahlung, die eher für Olaf Lies sprach. Oder war es dessen Zugehörigkeit zum Bezirksverband Weser-Ems? Lies jedenfalls setzte sich mit 115 Stimmen (57 Prozent) durch. Schostok holte 51 Stimmen (25 Prozent), Griefahn 34 Stimmen (17 Prozent). Ein SPD-Mitglied enthielt sich.

Bildtext: Kandidaten um den SPD-Landesvorsitz in Osnabrück (v. l.): Stefan Schostok, Monika Griefahn, Olaf Lies. Foto: Elvira Parton
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste