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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Schulsystem zerbricht"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
"‚ Unverantwortlich′ halten vier Nordkreis-Bürgermeister eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bramsche und ihre eigenen Vorstellungen von Schule offenbar für verantwortungsbewusst. Die Schulstrukturen im Nordkreis seien gut funktionierend′ und in jeder Hinsicht intakt′. Da reibt man sich doch die Augen.
Wäre das so, dann wäre die Panik vor einer IGS in Bramsche ja völlig gegenstandslos. Dann würde sich die Grundschulelternschaft bei einer Befragung in großer Breite für die Fortsetzung des vorhandenen Schulsystems aussprechen. Genau das scheinen die Nordkreis-Bürgermeister aber nicht zu erwarten. Stattdessen befürchten sie eine Neuordnung der Schülerströme′. Widersprüchlichkeit kennzeichnet also ihre Erklärung. Sie wissen, dass das eigene System kränkelt, und antworten darauf mit Gesundbeterei.
Es kann den Bürgermeistern doch nicht verborgen geblieben sein, dass die Kette des dreigliedrigen Schulsystems derzeit an seinem schwächsten Glied zerbricht: der Hauptschule. Die Hauptschule ist nirgendwo mehr zu retten, auch wenn sie kreativ und engagiert ist, denn die Eltern wissen: Ihr Abschluss bietet im Vergleich nur noch die geringsten Berufs- und Lebenschancen.
Unverantwortlich ist deswegen nicht eine IGS in Bramsche, sondern die unbeirrte Forstsetzung eines Systems, das bereits neun- bis zehnjährige Kinder in die Perspektivarmut selektiert und das sich immer noch Haupt′schule nennt. Der Schulfriede wird nicht von denen gefährdet, die raus wollen aus einem kränkelnden System, sondern von denen, die gegen alle Erfahrung an ihm festhalten.
Dabei fällt dem langjährigen Beobachter der Schulentwicklung auf, dass für den Erhalt der Hauptschule besonders die heftig eintreten, die ihre eigenen Kinder ins Gymnasium schicken. So viel zum Ideologieverdacht!
Nein, auch im Nordkreis sind die Schulstrukturen leider nicht in jeder Hinsicht intakt′, sonst bräuchte die HRS in Neuenkirchen keinen‚K.-o.-Schlag′ durch eine IGS in Bramsche zu fürchten. Die HRS muss eben selbst so integrativ umgestaltet werden, dass Eltern dort die Vorzüge einer IGS finden. Alles läuft in Deutschland derzeit auf ein zweigliedriges Schulsystem zu: Gymnasien auf der einen Seite und integrierte Systeme auf der anderen Seite. Wer heute auf diese Perspektive zuhält, arbeitet gleichzeitig an einem machbaren Schulfrieden. Auf diesem Weg sehe ich die Bramscher."
Volker Theo Eggeling
Melle

Waldorfschule
" Zum wiederholten Mal fällt mir beim Lesen der Artikel über die Gesamtschuldiskussion auf, dass bei der Aufzählung der [. . .] Schulformen mit überraschender Konstanz die nunmehr seit 40 Jahren bestehende Waldorfschule in Bramsche-Evinghausen völlig ignoriert wird.
Die Waldorfschule ist eine öffentliche Schule, die Schüler aller Schulformen von der ersten bis zur zwölften Klasse gemeinsam unterrichtet vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur ist hier alles möglich. Nebenbei erwähnt, gehören viele PISA-Forderungen in dieser Schulform seit Langem zum Konzept.
Es wäre im Sinne der Kinder wünschenswert, dass die Waldorfschule als Alternative bei der Schulwahl wahrgenommen und im Zuge einer solchen Diskussion ebenfalls erwähnt würde. Die Waldorfschule hat es verdient, in der Öffentlichkeit mehr beachtet zu werden."
Natascha Gruson
Bramsche
Autor:
Volker Theo Eggeling
 
Natascha Gruson


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