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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Giraffen-Rutsche und Geisterbahn
Zwischenüberschrift:
Neues Spielplatzkonzept: Verwaltung fragt Kinder nach ihren Vorstellungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer einen Spielplatz anlegen will, fragt am besten die Kinder. So sehen das auch Politiker und Verwaltung der Stadt Osnabrück bei der Umsetzung des neuen gesamtstädtischen Spielplatzkonzeptes: Für den Ausbau des ersten Teilbereichs des Quartierspielplatzes am Ruller Weg nannten die künftigen Nutzer ihre Vorstellungen.
Begeistert ließen Kinder aus dem Viertel ihren Wünschen freien Lauf. An zwei Tagen in den Osterferien entwickelten sie im Stadtteiltreff Haste ihre Vorschläge. Betreut wurde die " Zukunftswerkstatt" von den Mitarbeiterinnen des städtischen Kinder- und Jugendbüros und dem Team des Stadtteiltreffs.
Es kamen so viele Ideen zusammen, dass sie auf Zetteln mehrere große Stellwände pflasterten. Auch die Kategorie " Horror" ist darunter, mit Labyrinth und Minigeisterbahn gewünscht von kleinen Mädchen. " Dahinter steckt wohl der Wunsch, mit der eigenen Ängstlichkeit umgehen zu lernen", meint Irina Pankratz vom Kinder- und Jugendbüro.
Nach dem Sortieren bastelten die Kinder Modelle und präsentierten ihre Vorschläge: Sechs Mädchen im Alter von 5 bis 9 Jahren entwarfen einen " Regenbogenspielplatz" mit Hängematte, Balancierbank, " Wackelbrett", Spielhaus und einer Schaukel in Muschelform, die sich um ein großes Kletterhaus gruppieren.
Das erfindungsreiche Team aus fünf Jungen zwischen 7 und 11 Jahren wünscht sich einen " Rummelplatz": An zentraler Stelle steht eine hohe gelbe Giraffen-Rutsche mit Klettersprossen. Daneben ein " Monster-Segelschiff" mit verknüpften Seilen (" wie bei einem Spinnennetz") und " Schläuchen zum Herunterrutschen". Zudem eine Pyramide " zum Abhängen".
Im " Playland" dreier Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren mit zwei kleinen Brüdern (5 und 6 Jahre) wird Sport großgeschrieben: Fußballplatz, Basketballplatz mit niedrigen Körben, Wippe mit mehreren Sitzen. Aber auch ausgehöhlte Büsche zum Verstecken für die Kleinen sowie Tische und Bänke für die Eltern sollen nicht fehlen.
Zudem fordern die Kinder Mülleimer, Hundestation und Hundeverbotstafeln aus Erfahrung. Sie hatten zunächst den derzeitigen Zustand des Spielplatzes begutachtet. Die große Meckerwand ist gespickt mit kritischen Bemerkungen: " Zu viel Müll", " Hundekot", " Flaschen und Scherben", " das Holz ist morsch", " die Schaukel wackelt", heißt es da.
" Es ist nicht einfach, die vielen Ideen in einem Plan unterzubringen", meint Ulrich Beermann vom Osnabrücker ServiceBetrieb Planung und Bau. " Aber wir werden uns bemühen, vieles davon aufzugreifen." Im Namen der Osnabrücker Ratsmitglieder lobt Josef Thöle (CDU) die Mitarbeit der Kinder. Noch in diesem Jahr werde der Ausbau beginnen, sagt er. Gelder aus dem Konjunkturprogramm ermöglichten das.

Bildtext: Tipps zum Ausbau des neuen Quartierspielplatzes holte sich die Osnabrücker Verwaltung im Stadtteiltreff Haste bei den Experten in Sachen Spielen bei den Kindern. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
Gila Kriz


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