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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Offen für Sonderwünsche
Zwischenüberschrift:
"Projektsommer" geht auf ungewöhnliche Interessen von Schülern ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In Geschichte sind es die Römer und Germanen, in Mathe die Funktionen und Graphen, in Deutsch die Klassiker der Literatur die Themen, die Schüler laut Lehrplan durchnehmen müssen, sind schon viele Jahre dieselben. Doch nicht immer treffen sie den Nerv der Zielgruppe. Andere Themen, für die sich die Jugendlichen viel mehr interessieren, spielen in der Schule hingegen keine Rolle.
Das soll der " Osnabrücker Projektsommer" ändern. Als Pilotprojekt hat das Ratsgymnasium dieses Angebot für begabte Schüler der Sekundarstufe I im letzten Schuljahr erstmals durchgeführt mit Erfolg. Nach den Osterferien starten nun mehr als 30 Schüler in die zweite Runde.
" Es geht um den Blick über den Tellerrand hinaus", erklärt Projektinitiator Robert Stutzenstein. Er hat das Angebot mit Kollegen und Mitarbeitern der Universität entwickelt. Während der Sommermonate erarbeiten die Schüler ein selbst gewähltes Projekt, das sie anschließend vor Schülern, Eltern und Lehrern präsentieren. " Es sollen bei den Projekten ganz bewusst um Themen gehen, die in der Schule nicht durchgenommen werden", sagt Stutzenstein. Schüler hätten häufig Interessen, die keine Unterrichtsfächer seien oder nur fächerübergreifend in der Schule untergebracht werden könnten. Psychologie sei zum Beispiel ein Gebiet, das viele Jungen und Mädchen fasziniere. Auch aus dem technischen und physikalischen Bereich gebe es viele Aspekte, die die Schüler über den Unterricht hinaus interessierten.
Beim " Projektsommer" bekommt jeder Schüler einen Mentor seines Fachbereichs zur Seite. Das können sowohl Oberstufenschüler als auch Studenten oder Professoren von der Uni sein. " Wobei der Mentor mehr steuern als inhaltlich helfen soll", sagt Stutzenstein. Den inhaltlichen Teil ihres Projekts sollten die Schüler mithilfe des Internets, Bibliotheken und selbst gesuchter Experten eigenständig erarbeiten. Der Mentor solle vor allem Tipps zum Projektablauf und zum Management der selbstständigen Arbeit geben.
Florian Stutzky ist gespannt, was auf ihn zukommt: Der Fünftklässler will eine Präsentation über die Entwicklung von Spielekonsolen gestalten. " Ich bin ein richtiger Spielefreak", sagt er. Da lag das Thema auf der Hand: " Ich habe mich schon öfter gefragt, wie die Geräte eigentlich so gut geworden sind, wie sie heute sind", sagt Florian. Lena Perkmeyers Thema steht ebenfalls auf keinem Lehrplan: Die 14-Jährige ist überzeugt, dass der Kalender, an dem wir heute das Datum ablesen, besser funktionieren könnte. Deshalb will die Achtklässlerin einen neuen entwickeln. Sophie Dobbener ist durch einen TV-Beitrag auf ihr Thema gekommen: " Ich würde gern mal wissen, wie das Gehirn funktioniert", sagt die 13-Jährige. Wie behält man Erinnerungen über Jahre im Kopf, und wie kommt man auf einen neuen Gedanken? Im Bio-Unterricht bleibt für solche Exkurse keine Zeit.
Im Projektsommer können sich die Schüler bei Bedarf einen Studientag nehmen, um an ihrem Thema zu arbeiten. " Die meisten haben dieses Angebot im letzten Jahr aber gar nicht in Anspruch genommen haben", sagt Stutzenstein. Er ist gespannt auf den September: Dann werden die Projekte präsentiert.
Autor:
hiek


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