User Online: 1 | Timeout: 07:44Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schrittweise zur Gleichberechtigung
Zwischenüberschrift:
Die Ursulaschule an der Kleinen Domsfreiheit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Haus 13" wird das Gebäude genannt, das links im historischen Bild zu sehen ist. Es gehört zur Ursulaschule und ist vom Herrenteichswall aus aufgenommen worden.
Auf der aktuellen Fotografie ist das helle Gebäude an der Kleinen Domsfreiheit 13 rechts im Bild hinter den Büschen zu erkennen. Der Fotograf hat wegen der Bäume am Herrenteichswall eine andere Perspektive gewählt.
" Die Schüler lieben dieses Haus, weil es klein ist", sagte Pater Einhorn 1997 anlässlich einer umfassenden Sanierung der Gebäude der Ursulaschule. Heute ist das Haus verputzt und hell gestrichen, vom Fachwerk unterhalb des Giebels ist nichts mehr zu sehen.
Reibungslos war die Sanierung nicht vonstatten gegangen. Als das Bistum Osnabrück, der Träger der Schule, 1991 ankündigte, aus Kostengründen die Ursulaschule mit der Angelaschule in Haste zusammenzulegen, waren Schüler, Eltern und Lehrer auf die Barrikaden gegangen. Auch die Stadt und der Landkreis bestanden darauf, das Gymnasium an der Kleinen Domsfreiheit weiter zu betreiben. Klar war jedoch, dass die Gebäude umfassend saniert werden mussten. Überwiegend vom Bistum finanziert, konnte die Renovierung der Gebäude dank Eigenarbeit und Spenden umgesetzt werden.
1865 hatten vier Ursulinenschwestern eine winzige Dachkammer an der Domsfreiheit 15 bezogen und die Aufgabe übernommen, Osnabrücker Bürgertöchtern eine humanistische Bildung zu vermitteln. Der Unterricht fand in drei behelfsmäßig ausgestatteten Klassenräumen statt, an Inventar fehlte es fast völlig. So mussten Stühle zwischen Speisezimmer und Klassenräumen hin- und hergetragen werden. 1917 führte die Schule die ersten Schülerinnen bis zum Abitur.
1941 beschlagnahmten die Wehrmacht und die städtische Schule die Schulräume. Bei einem Fliegerangriff im September des Jahres wurde die Schule zerstört. Erst 1953 wurde sie wieder aufgebaut, 1978 durften hier erstmals auch Schüler die Schulbank drücken.
Rechts auf dem historischen Foto sind der kleine und der große Turm des Doms St. Peter zu sehen, erkennbar an ihren markanten Barockhauben. " Dom" ist in Sütterlin am großen Turm notiert. Ganz rechts erhebt sich der Vierungsturm. Erstmals geweiht wurde hier eine Kathedralkirche um 785.

Bildtext: Idyllisch wirkt diese Szene an der Hase, die vom Herrenteichswall aus aufgenommen wurde. Links ist das " Haus 13" zu sehen, das zur Ursulaschule gehört. Rechts im Bild: die Türme des Doms mit ihren Barockhauben. Eingesandt von unserer Leserin Margret Thole
Hinter den Büschen ist das helle " Haus 13" zu erkennen, dahinter die Türme des Doms. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


Anfang der Liste Ende der Liste