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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit der alten Feldbahn durch den Piesberg
Zwischenüberschrift:
Verein organisiert Fahrbetrieb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach 50 Jahren zieht wieder eine Feldbahn durch den Piesberg. Doch im 21. Jahrhundert werden keine Steine mehr transportiert, sondern Personen. Sie zuckeln mit acht Stundenkilometern durch den Osnabrücker Hausberg.
" Ist die Weiche auch gestellt?" Bremser Udo Stegemeyer nickt, und ruckartig geht es los: Rasselnd und quietschend setzen sich die drei Personenloren in Bewegung. Gezogen werden sie von einer neun PS starken, verwittert aussehenden grün- und orangefarbigen Lok, Baujahr 1963. " Die wurde damals im Torfabbau eingesetzt", sagt Jörg Spren-gelmeyer, der das Zeichen zur Abfahrt gegeben hat. Er ist der Vorsitzende vom " Museum für feldspurige Industriebahnen Osnabrück-Piesberg", dem Verein, der den Fahrplan und Zugbetrieb durch die Brachlandschaft organisiert.
25 Loks mit Diesel-, Akku- oder Benzinmotorenbetrieb haben die 20 Vereinsmitglieder aus ganz Deutschland gekauft. Hinzu kommen fast 100 verschiedene Lorenwagen. Die Züge gehören zur Kategorie Feldbahn und wurden im Tage- und Torfabbau oder zum Truppentransport eingesetzt.
Derzeit rollen die urtümlich aussehenden Mini-Schienenfahrzeuge gemächlich über gut 500 Meter. Weiter geht es ab August. Dann verkehrt der Zug zwischen dem jetzigen Startbahnhof " Haseschacht" und der dann fertigen Treppe an der Felsrippe. Doch bis dahin haben die Feldbahnfreunde noch einige Schienenmeter in der Spurbreite von 60 Zentimetern zu verlegen. " Eigentlich wollten wir eher beginnen, aber wegen des langen Winters ließen sich bislang die Dämme nicht stabilisieren", erklärt Sprengelmeyer. An einem Wochenende gehe es mit dem sogenannten Schienenstopfen 30 bis 40 Meter voran. Mittelfristig soll der Streckenverlauf auf zweieinhalb Kilometer erweitert werden in einer weitläufigen Kurve am Piesberg entlang durch den alten Tunnel bis zur Steinbrecheranlage. " Wir schauen gerade nach möglichen Förderquellen", sagt Sprengelmeyer. Am aktuellen Streckenbau beteiligen sich finanziell beispielsweise die EU, die Stadt oder die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

Bildtext: Nach 50 Jahren: Lokführer Dirk Boknecht startet mit der Torflok zur Feldbahnfahrt durch den Piesberg. Foto: Egmont Seiler
Autor:
steb


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