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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kopfüber in den Hochschulsport
Zwischenüberschrift:
Parkour und Freerunning fördern die Körperbeherrschung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Heute gibt es wieder lange Schlangen am Neuen Graben: Um 9.30 Uhr können sich Studenten für kostenpflichtige Kurse des Hochschulsports im Studios-Gebäude, Neuer Graben 27, anmelden. Pünktlich sein lohnt sich: " Viele Kurse sind schnell ausgebucht", sagt Hans Rolfes vom Hochschulsport. Deshalb sei manch ein Studi schon um 8 Uhr vor Ort.
140 Kurse sind es, die das Kursheft für das Sommersemester von Aerobic Power Workout bis Wudang Wi Gong ausschreibt. Vielfältig ist das Programm, da dürfte kaum einer auf dem Sofa sitzen bleiben. Wattwanderungen auf Baltrum, Pilates, Yoga und Rückenfit sind für alle, die nach bewegter Entspannung suchen. Studis, denen nach Aktion suchen zumute ist, können sich bei Wasserski, Badminton, Konditionsgymnastik oder Salsa Cubana austoben.
Oder sie sind bei " Parkour und Freerunning" dabei, einer Sportart, bei der Läufer Hindernisse in Städten überwindet. Parkbänke, Treppen, Geländer, Brücken werden nicht auf herkömmliche Art, sondern auf schnellstem Weg überwunden.
" Aus Versicherungsgründen trainieren wir nur in der Halle", erklärt Dominik Moos den Kurs, den er mit Dennis Wittich für Anfänger und Fortgeschrittene anbietet. In der Halle sei es vor allem für Anfänger leichter, sich an die Überwindung von Distanzen zu gewöhnen. " Viele unterschätzen sich", weiß der 23-Jährige, der sich als Student der Freiraumplanung an der Fachhochschule widmet.
Nach dem Aufwärmen folgt ein kurzes Krafttraining – " Denn Kraft braucht man einfach" –, nach Dehnübungen trainieren die Teilnehmer mithilfe von Kästen, Barren, Schwebebalken oder Reck Präzisionssprünge, Schwünge, Balance und lernen Hindernisse zuüberwinden. " Einige Anfänger aus dem letzten Kurs können schon Salti schlagen", erzählt Dominik, der den Sport vor fünf Jahren für sich entdeckt hat. Nicht nur körperliche Fitness bringe das Ganze, sondern auch Körperbeherrschung, Selbsteinschätzung und " Man lernt auch mental, Hindernisse zu überwinden."
Um Eleganz und Anmut geht es im Kurs von Elena Zhurba (24), die unter dem Namen Maja als Bollywood-Tänzerin auftritt. Zu sehen war sie in Osnabrück bei der inter.kult 2008. Die FH-Studentin des Fachs " International Business" bietet den Kurs zum ersten Mal an. Sie selbst war als Kind von den indischen Bollywood-Filmen fasziniert. " Die waren in Russland total populär." Vor vier Jahren entdeckte sie ein Studio, das Kurse anbot. Seither trainiert sie den Tanzstil, der eine Mischung aus klassischen, volkstümlichen und modernen Elementen ist.
" Die Tänze setzen durch Mimik und Gestik das um, was in den Filmen gesungen wird", sagt Elena, die mit ihren Schülern am Ende des Semesters einen kompletten Tanz einstudiert haben möchte. Zuvor möchte sie ihnen Grundschritte beibringen, die für den Tanz unerlässlich sind. Anders als im Programm angekündigt, bietet Elena ihren Kurs nicht donnerstags, sondern mittwochs an.
1990 wurde das Zentrum für Hochschulsport gegründet, Jörg Bieberstein war damals die treibende Kraft. Derzeit organisieren Folker Mehliss und Hans Rolfes das Angebot. Anmeldungen für das Programm im Sommersemester sind heute noch bis 16 Uhr möglich. Weitere Anmeldetermine sind am 13. April, 9.30 bis 16 Uhr, 7. und 14. April, von 9.30 bis 12 Uhr, und am 8. und 15. April von 9.30 bis 16 Uhr. Das Programm liegt in den Hochschulen aus, Info zu Kursen gibt es im Internet.
Info unter
www.zfh.uni-osnabrueck.de »

Bildtext: Bald fliegen sie wieder: So werden beim Parkour und beim Free-Running Hindernisse wie Bänke oder Gelände schnellstmöglich überwunden. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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