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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr als 1000 Plakettenmuffel im März erwischt
Zwischenüberschrift:
Umweltzone: Fachbereich Bürger und Ordnung leitet Ordnungswidrigkeitsverfahren ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Seit Anfang März macht der Osnabrücker Fachbereich Bürger und Ordnung Ernst: Wer ohne Plakette in die Umweltzone einfährt, muss zahlen. Die Bilanz der ersten 31 Tage: Gegen mehr als 1000 Plakettenmuffel wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Diese Zahl überrascht selbst Fachbereichsleiterin Karin Heinrich. Die Auswertung habe ergeben, dass gut 380 Fahrzeuge mit Osnabrücker Kennzeichen ohne grünen, gelben oder roten Aufkleber unterwegs waren, erklärt sie. Alle anderen Übeltäter haben dementsprechend eine längere Anfahrt in die Osnabrücker Umweltzone gehabt.
Die massive Öffentlichkeitsarbeit vor Einführung dieser Zone habe wohl nur bedingt Erfolg gezeigt, vermutet Heinrich angesichts der Zahlen. Dabei hatte ihr Fachbereich quasi zwei Warnschüsse nach Einführung der Zone zu Beginn des Jahres abgefeuert: Im Januar und Februar hatten Mitarbeiter an der Bohmter und an der Iburger Straße kontrolliert. Wer ohne Plakette erwischt wurde, erhielt eine Ermahnung, musste aber noch kein Geld zahlen.
Seit dem 1. März ist es vorbei mit der Schonfrist. Keine Plakette innerhalb der Umweltzone bedeutet ein Knöllchen. Für die mehr als 1000 Fahrzeughalter, die dieses Schicksal schon ereilte, wird es teuer: 40 Euro werden fällig, zudem wird ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei notiert.
Der Verdacht liegt bei diesen Zahlen also nahe, dass es derzeit kräftig im arg gebeutelten Stadtsäckel klingelt. Bei mehr als 1000 Verstößen winken rein rechnerisch Einnahmen in Höhe von 40 000 Euro ein ansehnlicher Monatsertrag. Doch Karin Heinrich dämpft mögliche Freude über eine Umweltzonen-Finanzspritze: " Über die Einnahmen können wir noch keine genaue Auskunft geben." Erst in 116 der insgesamt über 1000 Fälle seien die Bußgeldbescheide verschickt worden. Dementsprechend würden auch Erfahrungswerte fehlen, ob die Betroffenen zahlen oder Beschwerde einlegen.
Auch ein Grund könnte sein: Parkt ein plakettenloses Auto in der Umweltzone, zieht das zwar grundsätzlich das 40-Euro-Bußgeld für den Halter nach sich. Wenn der Halter nicht weiß, wer gefahren ist, und der Fahrer nur mit einem " unangemessenen Aufwand" zu ermitteln wäre, werden aber nur die Verfahrenskosten erhoben. Statt 40 Euro kostet es 18, 50 Euro. Das wäre allerdings immer noch mehr als die 5 Euro für eine Plakette.
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Autor:
df


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