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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grün-Wächter arbeitslos – weil die Tarifpartner streiten
Zwischenüberschrift:
Personalrat: Es ist bitter – Servicebetrieb: Es wäre ungerecht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Drei Wächter von Grünabfallplätzen sind arbeitslos geworden, weil sich der städtische Servicebetrieb und der Personalrat nicht auf eine Eingruppierung einigen können. Es geht um 87 Euro brutto im Monat und ums Prinzip.
Die drei Aufpasser sind die Leidtragenden eines monatelangen Tauziehens. Ihre Zeitverträge liefen Anfang des Jahres aus und konnten wegen des offenen Streits nicht verlängert werden. Sie müssen jetzt mit Arbeitslosengeld auskommen. Betroffen sind aber nach Angaben von Personalrat Wilhelm Koppelmann insgesamt 20 Mitarbeiter des Servicebetriebes, um deren Eingruppierung Personalrat und Werksleitung grundsätzlich streiten.
Der Ausgangspunkt des Streits: Am 1. Januar verschmolzen der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB), der Fachbereich Grün und Umwelt und weitere Bereiche der Verwaltung zum Osnabrücker Servicebetrieb (OSB). Der Servicebetrieb sollte auch die Mitarbeiter der Verwertungsgesellschaft Osnabrück (VGO) unbefristet übernehmen. Das hätten die Politiker im Werksausschuss so beschlossen, sagt Personalrat Koppelmann. Nach Meinung des Personalrates müssen die Mitarbeiter in die Entgeltgruppe III (1907 Euro) eingestuft werden. Sie verdienten bislang 1820 Euro, 87 Euro weniger. Auch Münster zahlt Beschäftigten in vergleichbaren Tätigkeiten die Entgeltstufe III.
Karsten Schrödter, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft im Servicebetrieb, lehnt die Höhergruppierung ab, weil sie zu " Ungerechtigkeiten innerhalb des Betriebes" führen würde. Die Personalkosten würden außerdem um 25 000 Euro im Jahr steigen.
Stimmt nicht, sagt Koppelmann. Die Kosten würden sogar sinken. Denn der Servicebetrieb entleihe die Grün-Wächter von der Verwertungsgesellschaft und müsse dafür Mehrwertsteuer zahlen. Bei einer Übernahme der Beschäftigten entfiele die Steuer, der Servicebetrieb würde unterm Strich 17 000 Euro sparen. " Dass die Kollegen arbeitslos sind, ist natürlich bitter", sagt Koppelmann. Der Schlüssel liege aber beim Arbeitgeber.
Am Freitag hat es Engpässe auf Grünabfallsammelplätzen gegeben. Die Plätze in Pye, am Strothmannsweg und Gut Lye öffneten zwei Stunden später. Es werde keine weiteren Einschränkungen auf den Sammelplätzen geben, verspricht Schrödter. Im Servicebetrieb werde der Personaleinsatz entsprechend gesteuert.
Autor:
hin


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