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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kinderarmut ein Zeichen gesellschaftlicher Unvernunft
Zwischenüberschrift:
Experten fordern kommunales Bündnis zur Überwindung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Über Kinderarmut in Osnabrück haben Reinhart Richter, Berater für Verwaltungs- und Politikrefom, und Dr. Ludwig Schulze, Deutscher Kinderschutzbund Osnabrück, in einer Vortragsveranstaltung der SPD-Ortsvereine Neustadt-Wüste, Neustadt-Schölerberg, Sutthausen, Hellern und Altstadt-Westerberg im Haus Neuer Kamp referiert.
5200 Kinder und Jugendliche leben in Osnabrück in Armutsverhältnissen und leiden häufig unter geringer Lern- und Entwicklungsförderung, geringer Teilhabe an Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten, schlechten Schul- und Berufschancen, höheren Krankheitsrisiken und gesellschaftlicher Stigmatisierung. Dies sei ein gesellschaftlicher Skandal mangelnder Humanität und sozialer Gerechtigkeit, so Richter, und auch ökonomisch ein Zeichen gesellschaftlicher Unvernunft. Eine Gesellschaft, in der 80 Prozent der Menschen nicht in Armut lebten, müsse es schaffen, Kinder- und Jugendarmut zu verhindern. Städte wie Dormagen und Monheim, die seit mehreren Jahren ein kommunales Konzept zur Überwindung der Kinderarmut umsetzten, hätten die Erfahrung gemacht, dass Jugendhilfe- und Krankheitskosten sowie die Folgekosten sozialer Auffälligkeit und Kriminalität sänken und dass mehr ausbildungsfähige Jugendliche den von Handwerk und Unternehmen beklagten Mangel an jungen Beschäftigten verringerten. Zusätzliche kommunale Ausgaben zur Überwindung der Kinderarmut seien rentierliche Zukunftsinvestitionen. Nur auf kommunaler Ebene könne festgestellt werden, welche Defizite neben denBundes- und Landesleistungen vorhanden seien. Nur hier könne die Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements in Form von Spenden, Arbeit und persönlicher Zuwendung erschlossen werden.
Dr. Schulze, Arzt für Kinderpsychiatrie, wies auf die erhöhten Risiken für die körperliche und geistige Gesundheit und auf die erhöhte Mortalität, die häufig mit Armut verbunden ist, hin. Am Beispiel des Hebammendienstes für junge Mütter, für den die kommunalen Mittel nur bis August reichten, machte Dr. Schulze deutlich, wie wichtig ein größeres kommunales Finanzengagement sei. Reinhart Richter wünschte sich zum Abschluss, dass in Osnabrück ein Bündnis zur Überwindung der Kinderarmut entsteht unter dem Motto " Keine Kinderarmut in Osnabrück! Das schaffen wir gemeinsam!".


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