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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Heizkostenschock bleibt aus
Zwischenüberschrift:
Wegen niedriger Energiepreise schlägt gestiegener Verbrauch nicht zu Buche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die gute Nachricht zum Ende des Winters: Der von vielen befürchtete Heizkostenschock bleibt aus. Die seit Monaten niedrigen Gaspreise haben den stark gestiegenen Verbrauch weitgehend ausgeglichen.
Die Stadtwerke Osnabrück verschicken in diesen Tagen Rechnungen, die zum Teil unter denen vor einem Jahr liegen. Die Zähler werden fortlaufend abgelesen. Gerade wurde die Heizperiode von März 2009 bis einschließlich Februar 2010 erfasst. Darin enthalten sind zwar die extrem kalten Wintermonate Januar und Februar 2010, aber auch die vergleichsweise milden Monate April und November 2009. Dreimal wurde zudem in Osnabrück im vergangenen Jahr der Gaspreis gesenkt. Das habe zur Folge, dass sich einzelne Kunden über eine Erstattung freuen können, berichtete Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auch wenn sie tatsächlich deutlich mehr Energie verbraucht haben. Wie sich die Situation weiterentwickelt, sei nicht abzusehen, zumal zum Ende des Jahres der ungünstigere Abrechnungszeitraum Dezember 2009 bis November 2010 zu Buche schlage.
Der Deutsche Mieterbund geht davon aus, dass dann Nachzahlungen fällig sein werden, allerdings im moderaten Rahmen. Bei einer Gasheizung und einer 60-Quadratmeter-Wohnung ist derzeit von Mehrkosten in Höhe von 25 Euro die Rede.
Der Gasabsatz in Osnabrück ist in den vergangenen zwei Monaten nach Angaben der Stadtwerke stark gestiegen. Im Februar waren es 25 Prozent mehr als im Vorjahr, im Januar 15 Prozent mehr. Im Januar und Februar 2010 wurde eine Durchschnittstemperatur von minus 2, 3 Grad registriert. Das sind 4, 3 Grad weniger als im langjährigen Mittel. Die Sonne schien in beiden Monaten nur 41 statt 110 Stunden.
Klimaexperten sehen das Ganze weniger positiv. Der Fachbereich Umwelt der Stadt teilt mit, dass pro Haushalt im zurückliegenden Winter zusätzlich 400 Kilowattstunden Heizenergie verbraucht wurden. Das bedeutet einen Mehrausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid von 100 Kilogramm. Hochgerechnet auf die rund 90 000 Haushalte, sind das 36 Millionen Kilowattstunden Energie und 9000 Tonnen CO2 .
Auch Fachleute der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück (DBU) warnen davor, den kurzfristigen Preiseffekt zum Maß der Dinge zu machen, da im langjährigen Vergleich Öl, Gas und Strom teurer geworden sind. Aus Klimaschutzgründen gehe es darum, vor allem ältere Wohngebäude energetisch zu sanieren und damit enkelgerecht zu machen. Auf Dauer sei das aufgrund der enormen Energiespareffekte kostenneutral zu bewerkstelligen, so die DBU.
Autor:
jan


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