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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Update für erfolgreiches Museum"
Zwischenüberschrift:
Libeskind in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein wenig erfolgreiches Museum benötige keinen Anbau, sagte der Architekt gestern beim Besuch des Baugeländes an der Lotter Straße im Gespräch mit unserer Zeitung. Geschichte komme niemals an ein Ende. Deshalb sei es auch selbstverständlich, ein Museum als " wachsende Institution" zu erweitern, sagte Libeskind weiter. Der Architekt hatte das 1998 eröffnete Nussbaum-Haus als erstes seiner Bauwerke errichtet. Derzeit verantwortet er den Erweiterungsbau, der das Haus vor allem mit neuen Foyer-, Aufenthalts- und Vortragsbereichen ausstatten soll.
Libeskind unterstrich den Gedanken, das Museum mit dem Anbau auch zur Straße hin sichtbar zu machen. Details der Gestaltung des künftigen Eingangsbereiches seien von den Fensterschnitten des Nussbaum-Hauses abgeleitet. Mit dem neuen Gebäudekörper werde auch die " blanke Betonwand" des Museums aufgebrochen. Von dem Anbau werde vor allem das Publikum profitieren.
Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung, die sich gestern Abend an den Besuch der Baustelle in der Sparkasse Osnabrück anschloss, verwies der weltweit gefragte Architekt auf einen Grundgedanken seiner Architekturanschauung, nach der Gebäude eine Botschaft zu vermitteln hätten. Bei seinen Gebäuden gehe es nicht um Geld und Schönheit. " Meine Gebäude sagen nicht, dass alles gut ist in der Welt. Sie sagen, dass es auch irritierende Erfahrungen gibt", sagte Libeskind, dessen nach dem Nussbaum-Haus entstandene Bauwerke immer wieder Mahnmalcharakter haben. Libeskind verantwortet unter anderem das Militärmuseum in Dresden, ein Kriegsmuseum in Manchester sowie das Jüdische Museum in Berlin. Seine Gebäude erzählten Geschichten. Darum gehe es auch beim Nussbaum-Haus, das Bilder berge, die " wie Flaschenposten auf dem Ozean der Zeit" auf uns gekommen seien.
In seiner Begrüßungsansprache verwies Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius darauf, dass sich das Nussbaum-Haus zu einem " Zentrum des christlich-jüdischen Gesprächs" entwickelt habe. Als architektonisches Zeichen diene es der Verständigung. Das Osnabrücker Museum enthalte wie ein " meisterlicher Paukenschlag" bereits alle wesentlichen Elemente der Formensprache Libeskinds.
Lutz Stratmann, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, verwies darauf, dass Libeskind inzwischen ein weiteres spektakuläres Bauwerk in dem Bundesland verantwortet. Der Architekt errichtet ein neues Hörsaalgebäude für die Universität Lüneburg. Das Nussbaum-Haus habe sich längst als " eines der wichtigsten Museen in Deutschland" etabliert. Die Symbiose aus malerischem Werk und Architektur sei besonders gut gelungen, sagte Stratmann.

Bildtext: Ganz nah bei Nussbaum: Daniel Libeskind besuchte das von ihm gebaute Museum. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Stefan Lüddemann


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