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1.
Erscheinungsdatum:
18.03.2010
aus Zeitung:
Neue Osnabrücker Zeitung/ Neue OZ
Inhalt:
Die
Lärmbelästungen
am
Wellmannsweg
in
Voxtrup
lassen
die
Anwohner
nicht
zur
Ruhe
kommen.
Subjektives
Empfinden
der
Ruhestörungen
sind
irrelevant.
Überschrift:
Wann wird Lärm unerträglich?
Zwischenüberschrift:
Voxtruper beschweren sich über Gewerbebetriebe – Grenzwerte werden aber eingehalten
Artikel:
Originaltext:
Osnabrück.
Lärmbelästigung
oder
nicht?
Diese
Frage
ist
hierzulande
durch
Grenzwerte
bestimmt.
Subjektives
Empfinden
spielt
hingegen
keine
Rolle,
wie
Anwohner
des
Wellmannsweges
in
Voxtrup
jetzt
erfahren
mussten.
Eine
von
ihnen
ist
Manuela
Mitthöfer.
Wenn
die
Mutter
aus
dem
Fenster
ihres
Wohnzimmers
schaut,
dann
guckt
sie
nicht
nur
auf
die
Lärmschutzwand
der
Autobahn
33,
sondern
auch
auf
zwei
Gewerbehallen.
Die
stehen
auf
einem
Grundstück
zwischen
dem
Wohnhaus
der
Mitthöfers
und
der
Autobahn.
Erschlossen
ist
das
Gewerbegrundstück
über
eine
kleine
Stichstraße,
die
täglich
von
den
Lkw
der
Firmen
befahren
wird."
Wenn
die
hier
vorbeifahren,
dann
klirrt
das
Geschirr
in
meinem
Schrank"
,
sagt
Mitthöfer.
Seit
2007
beschwert
sie
sich
regelmäßigüber
den
Krach
hinter
und
neben
ihrem
Haus.
Sie
hat
sich
an
die
Firmen
gewandt,
an
die
Stadt
Osnabrück,
an
das
örtliche
Gewerbeaufsichtsamt.
Und
doch
konnte
sie
immer
nur
Teilerfolge
feiern.
So
haben
sich
die
Unternehmen
bereit
erklärt,
nachts
keine
Lkw
mehr
hinter
dem
Haus
der
Mitthöfers
zu
beladen.
Ladeverkehr
findet
jetzt
nur
noch
in
der
Zeit
von
6
bis
17
Uhr
statt.
Einen
Wecker
braucht
die
Familie
nach
eigener
Aussage
nicht.
Mit
der
Beschränkung
der
Ladezeit
sei
aber
ein
neues
Problem
aufgetreten,
so
Mitthöfer:
Das
Tor
zu
dem
Gelände
sei
frühmorgens
verschlossen.
Kämen
Lkw
vor
6
Uhr
morgens
an,
dann
warteten
sie
mit
laufendem
Motor
in
der
kleinen
Stichstraße
–
direkt
vor
dem
Schlafzimmerfenster
von
Ehepaar
Mitthöfer.
Nach
Rücksprache
mit
dem
Unternehmen
habe
man
auch
dieses
Problem
größtenteils
in
den
Griff
bekommen.
Doch
dann
das:
Zum
Jahreswechsel
siedelte
sich
eine
kleine
Spedition
auf
einer
Freifläche
hinter
dem
Haus
der
Mitthöfers
an.
Bis
zu
neun
Kleintransporter
seien
jeden
Morgen
um
3.30
Uhr
gestartet.
Beschwerde
beim
Gewerbeaufsichtsamt:
Jetzt
beschränkt
das
Unternehmen
seine
Ab-
und
Anfahrt
nach
Aussage
der
Mitthöfers
weitgehend
auf
die
Tageszeit.
Zufrieden
ist
die
Familie
damit
aber
noch
nicht.
15
Lkw
hat
Manuela
Mitthöfer
am
Dienstagmorgen
gezählt,
die
die
Stichstraße
durchfahren
haben.
Den
Lärm,
der
beim
Beladen
entsteht,
findet
wohl
nicht
nur
sie
unerträglich:
Die
Mitthöfers
haben
am
Wellmannsweg
noch
zwei
Mietshäuser,
ebenfalls
den
Gewerbebetrieben
quasi
vorgelagert.
Einer
der
Mieter
suche
sich
jetzt
eine
neue
Wohnung,
sagt
Mitthöfer.
Er
habe
es
seinen
Kindern
nicht
länger
zumuten
wollen,
dass
sie
jeden
Morgen
um
6
Uhr
von
Lkw-
Lärm
aus
dem
Bett
geworfen
werden.
Mitthöfer:
"
Das
ist
der
erste,
und
ich
befürchte,
dass
noch
mehr
Mieter
folgen."
Unsere
Zeitung
fragte
noch
einmal
beim
Gewerbeaufsichtsamt
nach.
Das
nahm
sich
gut
einen
Monat
Zeit,
stellte
neue
Messungen
an
und
kam
zu
dem
Ergebnis:
Am
Wellmannsweg
geht
alles
mit
rechten
Dingen
zu.
Das
Grundstück
der
Mitthöfers
liegt
laut
Bebauungsplan
in
einem
Mischgebiet,
sowohl
Wohnhäuser
als
auch
Gewerbebetriebe
sind
hier
zulässig.
Allerdings
sind
die
Lärmemissionen,
die
ein
Gewerbebetrieb
in
einem
Mischgebiet
verursachen
darf,
begrenzt:
Tagsüber
maximal
60
Dezibel,
abends
45
Dezibel.
Nach
den
Messungen
des
Gewerbeaufsichtsamtes
werden
diese
Werte
durch
die
Betriebe
am
Wellmannsweg"
sicher
eingehalten"
.
Zum
Verständnis:
60
Dezibel
entsprechen
ungefähr
einem
Gespräch
oder
der
Geräuschkulisse
in
einem
Großraumbüro.
Im
Fall
Mitthöfer
sind
es
aber
Lkw,
die
den
Lärm
verursachen.
Die
Voxtruperin
ist
nicht
zufrieden
mit
den
Messergebnissen.
Sie
beklagt,
dass
das
Gewerbeaufsichtsamt
zu
einer
Zeit
gemessen
habe,
als
gerade
wenig
Verkehr
auf
dem
Wellmannsweg
unterwegs
gewesen
sei.
Jetzt
überlegt
Manuela
Mitthöfer,
ob
sie
eine
längerfristig
angelegte
Geräuschmessung
aus
eigener
Tasche
bezahlen
soll.
Denn
klein
beigeben
will
sie
auf
alle
Fälle
nicht.
Ihrer
Meinung
nach
ist
die
Geräuschkulisse
am
Wellmannsweg
unzumutbar
–
auch
wenn
die
Grenzwerte
etwas
anderes
sagen.
So
laut
ist
unsere
Umgebung
10
Dezibel:
Atmen,
raschelndes
Blatt
20
Dezibel:
Ticken
einer
Armbanduhr
30
Dezibel:
Flüstern
45
Dezibel:
übliche
Geräusche
in
der
Wohnung
50
Dezibel:
Regen,
Kühlschrankgeräusche
60
Dezibel:
Nähmaschine,
Gruppengespräch
65
Dezibel:
Kantinenlärm
70
Dezibel:
Schreien
75
Dezibel:
Verkehrslärm
80
Dezibel:
Telefonläuten
90
Dezibel:
Lastwagen
110
Dezibel:
Disco-
Musik,
Symphoniekonzert
120
Dezibel:
Gewitterdonner
130
Dezibel:
Autorennen,
Düsenjäger
ddp
Autor:
df