User Online: 1 | Timeout: 09:33Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Flaniermeile vor dem Dom
Zwischenüberschrift:
Am ehemaligen Standort der Michaelskapelle befindet sich heute das Forum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es ist zwar dieselbe Perspektive auf den Domhof, angefertigt wurde sie aber aus zwei unterschiedlichen Gebäuden heraus. Der Zeichner von 1902 wird an einem Fenster des Ratsgymnasiums gestanden haben. Der Fotograf war zu Gast im Theater, das 1909 an der Südseite des Domhofes eröffnet wurde.
Ab 1819 gingen Pennäler auf das Ratsgymnasium am Domhof. 1595 war es als Gelehrtenschule unter dem Namen " Schola Senatoria" an der Turmstraße eröffnet worden. 1817 wechselte sie zum Domhof, Anfang des 20. Jahrhunderts an den Schlosswall.
Der Domhof zählt zum ältesten Stadtkern Osnabrücks. Die Errichtung einer Kirche zu Ehren des Heiligen Petrus und die Übertragung der Gebeine der Heiligen Crispin und Crispinian wurden 803 von Karl dem Großen bestätigt. Der um 800 gegründete Bischofssitz beschränkte sich nach neueren Erkenntnissen offenbar auf den nur 3, 5 Hektar großen südlichen Teil des nierenförmigen Niederterrassenrückens an der Hase.
Erstmals geweiht wurde der Dom St. Peter um das Jahr 785. Ihre heutige Form erhielt die Kathedralkirche für das Bistum Osnabrück in den Jahren 1218 bis 1277.
Lang ziehen sich die Türme hinauf. Der kleine Turm ist 45 Meter hoch, der große Turm 52 Meter. Ihre markanten Barockhauben sind im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Beim Wiederaufbau erhielten sie flachere Dächer. Die bislang letzte Restaurierung endete im April 2009 pünktlich zum Osterfest.
Mit kleinen weißen Zeltdächern hat der Zeichner zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Bildhintergrund den Markt an der Großen Domsfreiheit festgehalten.
In der Mitte der Bilder ist die Bischöfliche Kanzlei zu sehen. Das von Landbaumeister Franz Schaedler entworfene Gebäude wurde von 1782 bis 1785 errichtet damals noch als landesherrliches Obergericht. Das Haus an der Hasestraße 40a war der bedeutendste fürstliche Repräsentationsbau Osnabrücks und leitete den Klassizismus in der Stadt ein. Es diente zahlreichen Fassaden von Bürgerhäusern als Vorbild. Eine Kopie der Kanzlei, das Herrenhaus Palsterkamp, steht in Bad Rothenfelde.
Weit öffnet sich der Domhof vor der Kanzlei und lädt zum Flanieren ein. Doch das war nicht immer so. Zeitweise wurde das Gebiet als Parkplatz genutzt. " Fernziel: Kein Auto mehr vor dem Dom" titelte die Neue OZ am 11. Dezember 1986. Und 1993 war es dann so weit. Mit einer Pflasterung aus rotem und schwarzem Granit wurde der Platz neu gestaltet und für Fußgänger freigegeben.
Die letzte wesentliche Veränderung erfuhr der Platz, als das Forum am Dom im Februar 2008 nach umfangreichen Umbauten eröffnet wurde. Das Informations- und Begegnungszentrum, in dem sich zuvor das bischöfliche Seelsorgeamt befand, ist am rechten Bildrand zu sehen. Zugleich dient es als Zugang zum Diözesanmuseum. Auf der Postkarte von 1902 ist noch die Michaelskapelle eingezeichnet.
Bildtexte:
Früher wie heute findet auf der Großen Domsfreiheit der Wochenmarkt statt. Auf der Zeichnung sind im Hintergrund kleine weiße Zeltdächer zu sehen. Diese Ansichtskarte von 1902 hat uns der Osnabrücker Sammler Helmut Riecken zur Verfügung gestellt.
Fast wieder autofrei wie vor 100 Jahren. 1993 wurden die Benzinkutschen wieder verbannt. Im Mai und Dezember beleben Maiwoche und Weihnachtsmarkt den Platz. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


Anfang der Liste Ende der Liste