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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Asyl-Verein sollte über den Tellerrand schauen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Skrupellose Vernichtung von Lebensmitteln, lediglich zur eigenen, unrechtmäßigen Vorteilsnahme. Trinkwasser, kostbarstes Lebensmittel der Welt, für das in den Dürregebieten der Welt die Menschen teilweise viele Kilometer für wenige Liter laufen müssen, wer weiß, eventuell ja auch vor Kurzem selbst noch der jetzige Verschwender.
Das gefrorene Wasser birgt darüber hinaus ein enormes Gefahrenpotenzial. Der etwaig Geschädigte hätte im Fall der Fälle selbstverständlich seinen Eigenanteil bei der notwendigen medizinischen Behandlung zu entrichten, so will es unser Gesundheitssystem.
Und die Folgen für den Verursacher, den mutmaßlichen Täter′? Keine, nichts, null! Eher das Gegenteil. Die Reaktion zuständiger Sachbearbeiter: Vom Tenor her sogar grundsätzliches Verständnis, gipfelnd in der sinngemäßen Einschätzung des Herrn Neuhoff vom Verein Exil-Osna: Nicht der Asylant ist schuld, sondern das System.′ Bitte? Das System, das diesem Menschen, der in seiner Heimat um Gesundheit und Leben fürchtete, hier mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit ein Leben in Sicherheit ermöglicht? Ergänzt durch eine Unterkunft, ausreichende Verpflegung und medizinische Versorgung plus 40 Euro Taschengeld? Und alles ohne irgendeine Gegenleistung! Damit dürften alle Hoffnungen, Wünsche, Erwartungen′ für den Asylsuchenden wohl mehr als erfüllt sein, sofern der Grund wirklich einzig die politisch/ religiöse Verfolgung war.
Man mag es mir nachsehen, aber wenn diese Person trotzdem bewusst gegen die geltenden Regeln des Gastlandes verstößt, möchte ich in diesem Fall auch ein großes wirtschaftliches Interesse nicht ausschließen.
Herrn Neumann wünsche ich, mal über den Tellerrand seines Vereins hinwegzusehen und seinen Fokus auch mal auf die eigenen Landsleute auszuweiten. Beispielsweise hier geborene Wohnungslose, die von einer derartigen Versorgung nicht mal zu träumen wagen. Diese wüssten meiner Überzeugung nach die Leistungen auch zu schätzen und würden den potenziellen Finanzier bei eigenem Fehlverhalten nicht noch beleidigen.
Abschließend, Herr Kunze und Herr Neumann: Ein Eigenanteil in Höhe von weit über 600 Euro für Zahnersatz reißt derzeit ein erhebliches Loch in mein Budget. Aber auch nach 35 Beitragsjahren habe ich mich an die Regeln dieses Systems zu halten und muss diesen Betrag irgendwie schultern, in meinem Fall durch körperlich harte, aber ehrliche Arbeit, die übrigens auch meinen Rechtsbeistand finanziert."
Michael Rosemann
Wallenhorst

Bildtext: Um das Pfand zu kassieren, kippte ein Asylbewerber (wie auf diesem gestellten Foto) literweise mit Gutscheinen gekauftes Mineralwasser auf einen Aldi-Parkplatz. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Michael Rosemann


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