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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Radfahrer auf die Fahrbahn
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Wieder einmal will sich die Stadt mit ihrer Radverkehrsplanung in die Sackgasse bewegen. So werden für den Straßenausbau der Rehmstraße benutzungspflichtige Radwege auf dem Hochbord als getrennte Rad-/ Fußwege geplant. Begründet wird dies mit einer angeblich hohen′ Kfz-Belastung von bis zu 500 Kfz in der Spitzenstunde. Die für den Straßenbau maßgeblichen Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) bezeichnen eine Stundenbelastung von 500 Kfz aber gerade nicht als hohe, sondern als geringe Belastung, dementsprechend wird dort auch keineswegs die Anlage von benutzungspflichtigen Radwegen empfohlen sondern das Führen des Radverkehrs auf der Straße.
Zitat zum Thema Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn (RASt 06, Korr. 2008): ‚ Grundsätzlich eignen sich Fahrbahnbreiten bis sechs Meter bei geringen Verkehrsstärken bis 500 Kfz/ h und Fahrbahnbreiten von über sieben Meter bis zu mittleren Verkehrsstärken von 800 Kfz/ h bis 1000 Kfz/ h und einem Schwerverkehrsanteil von 6 Prozent.′ Dies entspricht also ziemlich genau der Situation in der Rehmstraße. Gerade bei einem hohen Radverkehrsanteil und dem bekannten deutlich höheren Risiko bei der Benutzung von getrennten Radwegen (Abbiegeunfälle!) erscheint mir der Bau entsprechender Anlagen geradezu widersinnig.
Die Führung der Radfahrer versteckt hinter Bäumen und Parkstreifen, verbunden mit zu gering bemessen Breiten von Radweg, Fußweg und Sicherheitsstreifen, Abständen zu parkenden Autos lässt die dargestellte Planung keineswegs als sicher oder sinnvoll erscheinen. [. . .]
Die Bemühungen des Gesetzgebers, den Radverkehr im Normalfall auf der Fahrbahn zu führen verdeutlicht durch die StVO-Novellen von 1997 und gerade jetzt 2009 werden leider von der örtlichen Verwaltung ignoriert. Sofern die Verwaltung bestimmten Radfahrergruppen das Fahren auf dem Hochbord ermöglichen möchte, steht ihr jederzeit das Zusatzzeichen Radfahrer frei′ zur Verfügung. Alle anderen Radfahrer dürfen dann aber die deutlich sicherere Fahrbahn benutzen. In Zeiten knapper öffentlicher Haushalte sollte die Stadt doch auf solche unsinnigen Planungen verzichten, bevor die eventuell widerrechtlichen Anordnungen wieder rückgängig gemacht werden müssen, wie dies in der Vergangenheit unter anderem an der Albrechtstraße und Pagenstecherstraße geschehen ist."
Thomas Baschetti
Osnabrück

" Eigentlich gibt es auf dem Abschnitt der Rehmstraße (Wall–Parkstraße) nur zwei Zustände. Entweder ist fast kein Verkehr vorhanden und die Radfahrer würden auf der Fahrbahn nicht im Geringsten stören, oder der Verkehr steht (Berufsverkehr). [. . .] Insgesamt kann dort weder eine Gefährdung für Radfahrer noch eine Behinderung der Autofahrer gesehen werden, wenn sich beide die Fahrbahn teilen würden.
Schaut man sich den weiteren Verlauf der Rehmstraße an, führt diese weiter durch ein Wohngebiet mit anliegendem Altersheim und geht an den Schrebergärten in die Quellwiese über. [. . .]
Daher wäre eigentlich eher die Frage: Warum nicht die Rehmstraße entschleunigen und komplett zur Tempo-30-Zone machen? Dann würden diese unsäglichen Radwege dort auch entfallen, bei denen es bei jeder Abzweigung zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt. [. . .]"
Jörg Buchholz
Osnabrück
Autor:
Thomas Baschetti
 
Jörg Buchholz


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