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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zitronen, Maiskolben und die Windräder auf dem Piesberg
Zwischenüberschrift:
Sami Tabbara zeigt im Stadthaus Landschaften und Stillleben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Maler, Autor, Verleger, Dolmetscher, Ingenieur: Sami Tabbara ist wohl das, was man einen Tausendsassa nennt. Die größte Leidenschaft des 82-Jährigen ist jedoch die Malerei. Im Foyer des Stadthauses sind Stillleben und Landschaftsbilder des Osnabrücker Künstlers zu bewundern.
Als ältestes der ausgestellten Bilder entstand 1942 das detaillierte Stillleben mit Zitronen, Maiskolben und einem Wasserkrug. Entstanden ist es in der libanesischen Hauptstadt Beirut, in der Tabbara geboren und aufgewachsen ist.
" Wenn der Lehrer nicht geschaut hat", erzählt Tabbara, " habe ich damals unter der Schulbank Skizzen gemacht." Später hat er sich durch seine Malerei das Studium zum Elektro-Ingenieur finanziert. Arbeit und Liebe haben Tabbara nach Deutschland gebracht. Vor 50 Jahren heiratete er seine Frau Gerti. Seit 1966 leben die beiden in Osnabrück.
Bis zu seiner Pensionierung 1992 hat Sami Tabbara 33 Jahre bei den Stadtwerken gearbeitet. Die enge Beziehung zum ehemaligen Arbeitgeber zeigt sich auch auf vielen Bildern der Ausstellung. Motive sind beispielsweise die Windkraftanlagen auf dem Piesberg oder die Straßenbahn, die bis 1960 durch Osnabrück rollte und die Tabbara 2006 zum 100. Geburtstag der Stadtwerke mit Öl auf Leinwand verewigte.
Neben Landschaftsbildern aus dem Osnabrücker Umland sind auch Motive aus der arabischen Heimat Tabbaras in der Ausstellung zu sehen. Ihr ist der Künstler auch in Osnabrück eng verbunden geblieben. Ein großes Anliegen war es für ihn stets, den Menschen die arabische Kultur und Sprache näherzubringen. Seit den 70er-Jahren gab er deshalb Sprachunterricht und entwickelte mit dem " Schlüssel zur arabischen Sprache" ein Lehrbuch, das er in seinem eigenen Verlag herausbrachte. Es erschien in zahlreichen Neuauflagen sowie in einer französischen und einer englischen Ausgabe. Darüber hinaus vertrieb Tabbara arabischsprachige Bücher in Deutschland.
Seit seiner Pensionierung steht die Malerei im Vordergrund. Zudem ist Tabbara auch heute noch oft als Dolmetscher gefragt. Und wann möchte sich Tabbara richtig zur Ruhe setzen? " Ruhe finde ich vor allem, wenn ich male", so der Künstler.
Die Ausstellung ist bis Ende April während der Öffnungszeiten des Stadthauses I zu besichtigen. Ein Großteil der Bilder des Künstlers kann auch käuflich erworben werden.

Bildtext: Motive aus dem Libanon und aus Osnabrück hat Sami Tabbara in seinen Bildern verewigt. Foto: Elvira Parton
Autor:
stoc


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