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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Unglaubliche Zumutung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Bezug nehmend auf Ihren Artikel, widerspreche ich dem IHK-Regionalausschussvorsitzenden und Vizepräsidenten Herrn Axel Mauersberger in allen Punkten. Wieso helfen diese Fahrverbote weder Mensch noch Umwelt? Weshalb ist dieses kaum zu kontrollieren? Warum führt das zu mehr Bürokratie?
Die Landeshauptstadt Hannover führt hier beispielhaft das Gegenteil vor. Auch die Behauptung, dass schon aus Kostengründen kaum ein Lkw quer durch die Innenstadt fahre, ist eine reine theoretische These. Die Praxis widerspricht dieser Meinung. Denn Staus auf den Autobahnen kommen leider nicht wenig vor, sondern pas sieren mehr als häufig.[. . .] Aus Gründen des Lärmschutzes muss es nicht zu innerstädtischen Belastungsverschiebungen kommen, wenn es in Osnabrück ein generelles Lkw-Durchfahrverbot ab 7, 5 Tonnen gibt. Schallschluckende Fahrbahnbeläge, mehr Abbiegespuren, optimale Ampelschaltungen, das sollen Alternativen sein? Wurde wirklich zu Ende gedacht? Wer trägt die Kosten?
Schon jetzt, auch durch den strengen Winter, zeigen sich einige Straßen in einem unerträglich desolaten Zustand. Die Kassen der öffentlichen Hand sind leer. Herr Mauersberger sollte seine diesbezüglichen Träume′ schnell vergessen und sich der Realität stellen. [. . .] "
Dietmar Lührs
Osnabrück

" Eine unglaubliche Zumutung ist die Verlautbarung des IHK-Regionalausschusses der Stadt Osnabrück, in der es unter anderem heißt, dass Lkw-Fahrverbote in der Innenstadt weder Mensch noch Umwelt helfen und keine Entlastung bei Luft und Lärm bringe′. Wissen die Ausschussmitglieder und deren Vorsitzender denn nicht, dass es unbestritten ist, dass durch weniger Schwerlastverkehr auch weniger gesundheitsschädigende Schadstoffe freigesetzt werden, dass die zulässigen Messwerte der gefährlichen Luftverpestung wie Stickstoffdioxid, Feinstaub in Form von Russpartikeln durch Dieselfahrzeuge und Reifenabrieb sowie bei Lärmbelastung in der Innenstadt längst überschritten sind, dass die betroffenen Anlieger einen Rechtsanspruch auf gesunde Luft haben, und diesem Anspruch endlich Rechnung getragen werden muss? Es grenzt an Dreistigkeit und unsozialem Verhalten, wenn betroffenen Innenstadtbewohnern giftige Schadstoffe und Lärm zugemutet werden, und zwar von Personen, die selbst zum Teil im Grünen wohnen und nicht betroffen sind. [. . .]
Auch der Aussage Schon aus Kostengründen fahre derzeit kaum ein Lkw quer durch die Innenstadt′ muss vehement widersprochen werden. Wir, die wir in einem dicht besiedelten Wohnbereich der Innenstadt am Johannistorwall wohnen, sind Augenzeugen dafür, dass zunehmender Transitverkehr mit Schwerlastern aus zum Beispiel Osteuropa oder den Niederlanden sehr wohl quer durch die Innenstadt fahren. Dieses gehört absolut verboten! Durchfahrtverbote für Schwerlastverkehr sind daher notwendig und effektiv, selbst wenn sie nicht ständig überprüft werden können. Gutes Beispiel dafür ist das Lkw-Durchfahrtverbot an der Abfahrt A 30 Natbergen Voxtrup. Auch in anderen Städten wie Hannover ist dieses möglich. [. . .]
Die Lösung zur Verbesserung der Lebenssituation ist nur durch Verkehrsminimierung zu erreichen: Unter anderem durch den Lückenschluss der A 33 zur A 1 und die Westumgehung. Die Kompetenz der Stadtplaner ist gefragt. Die Hoffnung stirbt zuletzt."
Ursula Unland,
Sprecherin der Bürgerinitiative " Leben am Wall",
Osnabrück
Autor:
Dietmar Lührs
 
Ursula Unland


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