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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Draußen ist es am schönsten
Zwischenüberschrift:
Japanischer Journalist recherchiert im Waldkindergarten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Katsuhei Kawamura, Redakteur der japanischen Tageszeitung " Asahi Shimbun" (mit einer Auflage von über 8 Millionen eine der größten Tageszeitungen der Welt), verbrachte einen Vormittag im Hörner Bruch, um sich ein Bild vom Waldkindergarten der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück zu machen.
Kawamuras vierzehntägiger Aufenthalt in Deutschland dient der Recherche für die Reportage " Sicheres Leben in Europa". Begleitet wird er von Mami Kanamoto. Die Germanistin aus Mainz arbeitet freiberuflich für verschiedene japanische Zeitschriften und Fernsehsender. Während der Auslandsaufenthalte Kawamuras koordiniert sie Termine, recherchiert und fungiert als Dolmetscherin.
Erste Station des Arbeitsbesuches war Münster. Kawamura informierte sich dort über das Verkehrsmittel Fahrrad, welches sich ihm als Schlüssel zur Gemeinschaft und Vehikel zur Steigerung der Lebensqualität darstellte. Die Nähe zu Münster brachte seine Mitarbeiterin Kanamoto auf die Idee, den Waldkindergarten in die Deutschlandreise einzubauen. Sie stimmte mit Stephan Knorre, dem Pressereferenten der HHO, und Christiane Wessel, der Leiterin des Waldkindergartens, einen Termin ab. Beide zeigten sich hocherfreut über das Interesse an der Einrichtung. Nachhaltigkeit in der Verbindung von Natur und Erziehung entdeckte Kawamura im Waldkindergarten an vielen Stellen.
" Die Natur stellt den Gruppenraum für die Kindergartenkinder dar, sie lernen mit allen Sinnen und bekommen von Anfang an eine respektvolle Haltung gegenüber der Natur. In Japan wird zwar auch viel gespielt, doch nicht so ausgiebig im Freien." Überraschend für ihn war auch die Selbstverständlichkeit, mit der sich die Kinder im Wald bewegten. " Allerdings", räumte er lächelnd ein, " ist es hier auch überraschend kalt."
Mit großem Interesse begleitete Kawamura Kletterpartien, Waldspiele und hörte zu, als Geschichten in der selbst gebauten Waldhütte vorgelesen wurden. Bis zur Rückkehr nach Japan hat Kawamura noch ein eng gestricktes Programm vor sich: Gemeinsam mit Kanamoto wird er unter anderem die Uni Lüneburg und das Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung in Berlin (Stichwort Ökosteuer) besuchen. Zuletzt steht Österreich mit dem Thema erneuerbare Energien auf dem Plan.

Bildtext: Weit gereiste Gäste: Die beiden Japaner Katsuhei Kawamura und Mami Kanamoto waren jetzt einen Vormittag zu Besuch im Waldkindergarten in Hellern. Foto: Egmont Seiler
Autor:
bris


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