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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Multikulturell durch Religion
Zwischenüberschrift:
Evangelische Fachhochschulen feiern 80. Geburtstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Religiöse Bildung ist Teil der Allgemeinbildung." Zu diesem Ergebnis kam Dr. Kerstin Gäfgen-Track in ihrem Vortrag " Religion und Bildung". Die Oberlandeskirchenrätin war gestern Gast der Evangelischen Fachschulen Osnabrück. Ihre Zuhörer: Auszubildende und Lehrkräfte der Einrichtung wie auch Mitarbeiter an Kindertagesstätten und Grundschulen.
Einen runden Geburtstag feiern die Evangelischen Fachschulen in diesem Jahr. Geplant ist daher eine Reihe von Fachveranstaltungen der " modernen 80 Jahre alten Dame auf der Höhe der Zeit", wie Leiterin Ulrike Kläfker ein Glückwunschschreiben zitierte. Den Auftakt machte Gäfgen-Track als Vertreterin von Landesbischöfin Margot Käßmann, die alle öffentlichen Termine der kommenden Tage abgesagt hatte.
Zitate aus der Bibel, Ansichten von Luther undMelanchthon: Gäfgen-Track ging in ihrem Vortrag zum einen weit zurück, um den Stellenwert von Kindern und eine möglichst frühzeitige Förderung zu dokumentieren. Zum anderen ging sie auf den Bildungsauftrag ein, die die an den Evangelischen Fachschulen ausgebildeten Erzieher haben. Wesentliche Aspekte für deren spätereArbeit, so die Referentin: Im Umgang mit Kindernsollten biblische Geschichten, Gebete, Rituale, Lieder und Werteerziehung einewesentliche Rolle spielen, da Kinder zum Beispiel " tiefe und religiöse Fragen hätten". Die Überzeugung der Oberlandeskirchenrätin: " Ein Kind muss erst einmal eine Religion kennenlernen, um sich später dafür oder dagegen entscheiden zu können."
Die Bedeutung der religiösen Erziehung sei von der Gesellschaft gewünscht, bezog sich die Referentin auf Umfragen: So hätten sich zum Beispiel 85 Prozent der Befragten dafür ausgesprochen, dass an Schulen auch Grundwerte vermittelt und der Sinn des Lebens thematisiert werden müssten. Im Vergleich zeige sich auch, dass Kinder mit Religionsunterricht offener, multireligiöser und multikultureller seien. Gleichzeitig seien Eltern aber verunsichert, wie dies umzusetzen sei.
Gäfgen-Track hob zudem einen Aspekt in der Arbeit der Erzieher hervor: Mehr als 16 Prozent aller Kinder gelten in Deutschland als arm. In der Regel würden diese sich weniger bewegen und schlechter ernähren, dazu sei die Gefahr größer, dass sie keinen Schulabschluss erreichten. Gerade in puncto Bildung müsse daher gegengesteuert werden: " Ihre Aufgabe in den Kindertagesstätten ist es, diese Differenzen mit auszugleichen", betonte die Oberlandeskirchenrätin.
Autor:
hmd


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