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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die perfekte Illusion am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Im Zoo gehen die Bauarbeiten für die "Takamanda"-Anlage weiter – Eröffnung im Juni
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer in diesen Tagen am Schölerberg spazieren geht, kann erahnen, dass hier etwas ganz Großes entsteht. 10, 5 Millionen Euro investiert der Osnabrücker Zoo in die afrikanische " Takamanda"- Anlage, die Mitte Juni eröffnet werden soll. " Zwar sechs Wochen später als geplant, aber zum Glück immer noch vor den Sommerferien", sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann.
Der strenge und lange Winter hat den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Draußen ging wegen der Minustemperaturen zeitweise gar nichts. Erst gestern sind die Arbeiten wieder angelaufen. Handwerker waren damit beschäftigt, Gehegeeinfassungen zu modellieren. Die Bauelemente erhalten eine künstliche Natursteinverblendung, damit künftig Betonflächen und Gitter nicht mehr zu sehen sind.
Das Schimpansenhaus ist innen fast fertig. Es misst 18 mal 35 Meter und ist damit um einiges größer als eine normale Schulsporthalle. Die zehn Zooaffen werden künftig auf Felsen, Kletterbäumen und an einem Flusslauf nach Herzenslust herumtoben können.
Für Besucher, die über hölzerne Vorbauten an die riesigen Schaufenster herantreten, wird es ein zusätzliches Aha-Erlebnis geben. Mitarbeiter einer österreichischen Firma haben auf die gegenüberliegende Wand ein Illusionsbild gemalt. Es zeigt raumhoch den Blick in einen afrikanischen Dschungel mit Wasserfall.
Das neue Osnabrücker Schimpansenhaus sei das schönste und größte in ganz Deutschland, schwärmt Andreas Busemann. Insgesamt bedeute " Takamanda" für den Zoo einen echten " Quantensprung". Die Fläche wachse um ein Drittel von 15 auf über 20 Hektar, und die Verweildauer der Besucher im Zoo werde von jetzt durchschnittlich vier auf dann fünf bis sechs Stunden steigen. Die Bauarbeiten hatten im April 2009 begonnen.
Angebunden wird das Erweiterungsgelände durch eine 200 Meter lange rustikale Brückenkonstruktion aus Holz, die sich wie eine Astgabel teilt. Dazwischen liegt ein Rundweg vorbei an acht einzelnen Gehegen, in denen 13 verschiedene Tierarten zu sehen sein werden. Fast fertig ist inzwischen auch das neue Zuhause für die Goldschakale und Hyänen.
Das Team um Bauleiter Heiko Suhre arbeitet mit zahlreichen Tricks, um auch draußen den Besuchern die perfekte Illusion zu bieten. Durch Scheuklappen- und Schirmmützeneffekte (also zum Beispiel durch begrünte Abtrennungen und Dachüberstände) sollen störende Elemente dem Blickfeld der Besucher entzogen werden. Im Gelände wird es drei markante Aussichtspunkte auf die nachgebildete Savannenlandschaft geben.
" Takamanda" bietet mehr als Tiere in möglichst naturnaher Umgebung. Mitten auf dem weitläufigen Gelände wird das afrikanische Dorf " Makatanda" auf Stelzen mit Baumhausrestaurant und Kinderspielplatz in sechs Meter Höhe entstehen. Darauf freut sich der Zoo-Geschäftsführer ganz besonders.
Er hat derweil schon die nächsten Projekte im Blick die neue Taiga-Anlage, die das Bärengehege ersetzen soll, und die Umgestaltung des Affenfelsens in eine kambodschanische Tempelruine. Und für 2011 peilt Andreas Busemann einen neuen Besucherrekord an. Er hofft, dann die Eine-Million-Marke zu knacken.
Bildergalerie im Internet: www.neue-oz.de »
" Takamanda" leitet sich vom Namen eines Nationalparks im zentralafrikanischen
Kamerun ab.

Bildtext: Nach der erzwungenen Winterpause laufen im Osnabrücker Zoo die Bauarbeiten wieder auf Hochtouren. Geschäftsführer Andreas Busemann und " Takamanda"- Bauleiter Heiko Suhre staunen im Inneren des Schimpansenhauses über das afrikanische Wandbild. Auch draußen erhalten die Bauelemente der insgesamt acht Gehege eine Natursteinoptik. Fotos: Elvira Parton
Autor:
Holger Jansing


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