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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Forschen und Leben
Zwischenüberschrift:
Pläne für die Scharnhorstkaserne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wohnen, Arbeiten, Erholen, diese drei Funktionen in ein Verhältnis zu setzen das war die Aufgabe des städtebaulichen Vorentwurfs für die ehemalige Scharnhorstkaserne an der Sedanstraße. Preisgekrönt wurde der Entwurf von Markus Appenzeller und Klaus Overmeyer. Und zwar einstimmig. " Dieses eher ungewöhnliche Votum spricht für die Qualität", sagte gestern Oberbürgermeister Boris Pistorius bei der Vorstellung des Entwurfs.
Die Arbeitsgemeinschaft Markus Appenzeller aus dem Büro KCAP Rotterdam und Klaus Overmeyer (Studio UC Berlin) habe in der vergangenen Woche einen Entwurf erarbeitet, der gleichermaßen sensibel wie konsequent mit der vorhandenen Fläche umgeht. Er nimmt die vorhandenen Strukturen des Kasernengeländes auf: Die Eingänge, das Wegenetz, Exerzierplatz und Sportgelände sowie grundsätzlich erhaltenswerte Gebäude werden bewertet und als neue " Kristallisationskerne" (Klaus Overmeyer) definiert. Zugleich entwarfen die beiden Planer ein engmaschiges Wegenetz mit unterschiedlichen Abstufungen und Funktionen, das sehr konsequent an die Umgebung angebunden ist.
Das Ergebnis zeige, dass sich das dialogorientierte Gutachterverfahren bewährt habe, sagte der OB. Die Stadt könne in die weitere Planung einsteigen.
Die " Entlastungsstraße West" kommt in diesem Konzept gewissermaßen im Konjunktiv vor. Wie überhaupt der gesamte Entwurf in der Möglichkeitsform geschrieben scheint: Overmeyer und Appenzeller haben ihren Plan " prozesshaft" angelegt, ihm gleichsam neben der Fläche die Zeit als dritte Dimension hinzugefügt. Der Sportplatz etwa könnte zunächst eben Sportplatz sein, dann mit Aushubmassen modelliert zum Abenteuerspielplatz und letztlich teils Grünfläche und teils Baugrund werden.
Für die einzelnen Carrees schlagen die beiden Planer unterschiedliche Nutzungsformen vor: Der Katalog reicht von der repräsentativen Villa über verdichtetes Wohnen bis zu Forschung und Entwicklung.
Auf der Basis dieses Entwurfs werde die Stadt nun weiter planen und das Vorhaben eines Wissenschafts- und Wohnparks entwickeln, kündigte Pistorius an. Etwa zur Mitte des Jahres solle dazu ein Kaufvertrag mit der Bima für die Hälfte der Fläche als Grundlage für den Wissenschaftspark unterschriftsreif sein, kündigte Pistorius an.
Auf die Plätze zwei bis vier kamen bei diesem Wettbewerbsverfahren (in dieser Reihenfolge) die Büros Ahrens + Pörtner, Winking & Wehberg sowie die Büros Knetemann + Partner/ Schonhoff + Partner.

Bildtext: Schrittweise wollen die Planer das Gelände (hier von Nordwesten her gesehen) nutzen und erschließen. Auf Phase eins (links) folgen weitere Stufen. Gelb sind mögliche Plätze und Wegebeziehungen ausgewiesen, blau ein Regenrückhaltebecken. Im Vordergrund rechts (schwarz gezeichnet) die Trasse der Westumgehung.

Sieger im Gutachterwettbewerb für die Scharnhorstkaserne wurden Stadtplaner Markus Appenzeller und Landschaftsarchitekt Klaus Overmeyer (rechts). Sie stellten gestern ihren Entwurf im Rathaus vor. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Frank Henrichvark


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