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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Meine, deine, unsere Stadt
Zwischenüberschrift:
Migrantenvereine feiern ein Fest der Kulturen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zum Abschluss des Projekts " Meine, deine und unsere Stadt" haben Migrantenvereine am Samstag im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ein Fest der Kulturen gefeiert.
Auf der Bühne ging es hoch her: 40 Kinder versuchten sich beim Wissenswettbewerb gruppenweise zu übertrumpfen. Zwischen den Befragungsrunden gab es künstlerische Darbietungen: Kinderchor und Tanzgruppe des Atatürkvereins traten auf, Liliana Wolf von Patria sang genauso wie der Chor der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, African United zeigte eine Trommelperformance mit Tanz. Dazu wurden internationale Spezialitäten wie eine europäische Erbsensuppe ohne Fleisch serviert.
Wie nennen die Muslime Gott? Seit wann ist Polen in der EU? Die Moderatoren Izabela Kolpuc und Alfa Traore befragten die Gruppen abwechselnd. Jeweils ein Kind kam an die Reihe. Die Fragen bezogen sich auf Veranstaltungen, die die Migrantenvereine während des vergangenen Jahres gemeinsam besucht hatten.
Ein Punkt Vorsprung
Die Kinder hatten zu den Terminen in einer Moschee, beim Bürgermeister oder im Theater Infozettel erhalten, die sie in einem Ordner sammelten. Daher wusste der Nachwuchs jetzt auf so ziemlich alles eine Antwort. Die vier Teams lieferten sich unter dem Beifall der 80 Zuschauer, darunter viele Eltern und Großeltern, ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Die Jury, bestehend aus Vertretern der Vereine und der Stadt, verkündete schließlich das Ergebnis: Mit dem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt gewann die gemischte Gruppe mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und dem Afro-Deutschen Familienverein (9 Punkte). Auf dem zweiten Platz landeten die übrigen drei Teams Atatürkverein, türkischer Verein für Bildung und Integration und der polnische Verein Patria mit je 8 Zählern. Die Sieger erhielten jeder einen Buchgutschein, für die Zweitplatzierten gab es Tickets für Kino-, Schwimmbad- und Museumsbesuche. Alle Teilnehmer bekamen zudem eine Urkunde und eine Eintrittskarte für das Museum am Schölerberg mit dem unterirdischen Zoo.
" Ich habe zwei bis drei Tage für den Wettbewerb geübt", erzählte die elfjährige Melissa vom Verein Atatürk später. Sie fand die Veranstaltung " cool". " Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf", sagte Miroslaw Rafinski von der Leitstelle für Integration. Er hat das Projekt " Meine, deine und unsere Stadt Osnabrück" gemeinsam mit den Vereinen der Zuwanderer organisiert. Die Idee dazu hatte Romana Kiebula von Patria gehabt, die für das Finale auch den Fragenkatalog entwarf und die Dekoration übernahm.
Ohne deutsche Kinder
Ziel der einjährigen Veranstaltungsreihe war es, unterschiedliche Kulturen kennenzulernen. Die Vereine besuchten Osnabrücker Sehenswürdigkeiten und luden sich gegenseitig ein, stellten ihre Herkunftsländer vor, aßen miteinander. Im Mittelpunkt standen die Kinder, für sie waren die Begegnungen gleichzeitig Teil eines Quiz, das nun seinen krönenden Abschluss fand. Einziger Wermutstropfen für Rafinski: " Es ist uns nicht gelungen, deutsche Kinder an diesem Projekt zu beteiligen."
Doch eine neue Initiative ist entstanden: Der Atatürkverein regte an, gemeinsam einen internationalen Kindertag zu gestalten mit deutscher Beteiligung. " Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie sollen sich nicht nur in der Schule, sondern auch privat begegnen", erklärte Hale Sentürk, Vorsitzende des Atatürkvereins. " Die Vereine sind ein wichtiger Integrationsmotor. Die Stadt möchte sie weiter stärken", versprach Jochen Weber, Leiter des Integrationsreferats in der Stadtverwaltung.

Bildtext: Spannende Wettkämpfe und fröhliche Tänze prägten das Abschlussfest des Projektes " Meine, deine und unsere Stadt" der Migrantenvereine. Foto: Gert Westdörp
Autor:
hedi


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