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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eversburg liest der Stadt die Leviten
Zwischenüberschrift:
Bürger kritisieren geplante Schließung der Stadtteilbibliothek
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In Eversburg regt sich Protest gegen die mögliche Schließung der Stadtteilbibliothek. Der Bürgerverein und die ortsansässige Grundschule beklagen, die Schließung gehe auf Kosten der Bildung für die Kinder. Nach Angaben der Stadtverwaltung erwartet die Stadt Osnabrück Einsparungen in Höhe von 58 300 Euro.
Als Alternative zu den insgesamt vier Stadtteilbibliotheken, die geschlossen werden sollen, könnte ein neuer Bücherbus angeschafft werden. " Die ganzen Aktivitäten, die hier in der Bibliothek stattfinden, können in einem Bücherbus gar nicht stattfinden", entgegnet Friedhelm Groß vom Bürgerverein Eversburg. " Es ist die Frage, ob dass der richtige Weg ist, die Jugend zum Lesen zu motivieren."
Neben der Ausleihe von Büchern finden in der Bibliothek regelmäßig Vorlesestunden und Klassenführungen statt. Die Stadt plant, dieses Angebot in Kindertagesstätten und Schulen zu verlagern. " Wir müssen die Angebote in Eversburg halten, sonst werden sie nicht angenommen", erklärt dagegen Rita Frerich, Schulleiterin der Grundschule Eversburg, die an diesem Vormittag mit der Klasse 4a zu Besuch in der Bibliothek ist.
Neugierig stöbern die Schüler in den Bücherregalen, in denen neben Klassikern wie Tom Sawyer und Moby Dick auch Bücher der Duden-Leseförderung und Sachbücher stehen. " Wir können gar nicht so viel anbieten, wie es hier in der Bücherei gibt", so Frerich. " Für uns ist es praktisch, weil wir in zehn Minuten hier sind."
Gerade für einen Stadtteil wie Eversburg ist ein zusätzliches Bildungsangebot wichtig. In unmittelbarer Nähe zur Bibliothek befindet sich der Kinder- und Jugendtreff Westwerk, deren Jugendhilfe durch die Angebote in der Bibliothek ergänzt wird. " 45 Prozent unserer Schüler haben einen Migrationshintergrund und haben häufig noch sprachliche Defizite. Die Kinder werden von Mentoren der Leselernhilfe unterstützt, die mit ihnen in die Bibliothek gehen und sie an das Lesen heranführen.
Diese Kinder haben mittlerweile eine gute Realschulempfehlung", erklärt Frerich. " Ich habe ein Mädchen in der Klasse, das hat sich am Anfang gar nicht getraut, etwas vorzulesen", ergänzt Marion Steinkamp, die Klassenlehrerin der 4a.
Für Jürgen Noß vom Bürgerverein ist die Sache klar. " Ich finde es traurig, wenn auf Kosten der Kinder gespart wird. Für andere kulturelle Einrichtungen wie das Felix-Nussbaum-Haus werden dagegen Millionen ausgegeben."

Bildtext: Das Angebot der Stadtteilbibliothek nehmen Schulklassen aus dem Stadtteil gerne wahr. Die 4a sprach sich jetzt bei einem Besuch für den Erhalt der Bücherei aus. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
asbe


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