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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bußgeld schon einkalkuliert?
Zwischenüberschrift:
Baumfrevel am Westerberg: Ausschuss fordert Konsequenzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Abholzen von fünf geschützten Bäumen auf der Fläche der ehemaligen Karmann-Villa auf dem Westerberg dürfte den Investor eine hohe fünfstellige Summe kosten. Vielleicht sogar mehr.
hin Osnabrück. Die Bäume, die per Bebauungsplan geschützt waren, standen offenbar den geplanten Häusern im Weg. Sie hätten ohne Rücksprache mit der Stadt und Änderung der Bebauungspläne nicht gefällt werden dürfen. Es handelt sich um eine 90 Jahre alte Rotbuche mit 80 Zentimetern Umfang, eine Stieleiche, einen Bergahorn, eine zweistämmige Buche und eine Esche. Jeder der Bäume hat nach Schätzung der Verwaltung einen Wert im fünfstelligen Bereich.
Zurzeit läuft das Anhörungsverfahren, wie Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt, in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses sagte. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste der Investor einen gleichwertigen Ersatz pflanzen. Hinzu kämen Bußgelder bis zu 10 000 Euro für jeden Bebauungsplan. Da sich die fünf gefällten Bäume auf zwei Bebauungspläne verteilten, droht ein doppeltes Bußgeld.
Stadtbaurat Wolfgang Griesert sagte, der Investor habe " ausgesprochen dumm" gehandelt. Die Anordnung der Baugrundstücke, Häuser und der Erschließungsstraße sei noch nicht festgelegt. Sicher hätte es im weiteren Verfahren Möglichkeiten gegeben, die Wünsche des Investors und den Baumschutz in Einklang zu bringen. Die Verwaltung hatte zur Ausschusssitzung den vorläufigen Erschließungsplan über ein Luftbild gelegt. Das zeigte: Die Bäume standen den Häusern im Weg.
Die Grünen, die den mutmaßlichen Baumfrevel öffentlich gemacht haben, forderten Konsequenzen. Angesichts der hohen Investition für dieses Sahnestück auf dem Westerberg sei das Bußgeld sicher schon in der Kalkulation eingepreist gewesen, sagte Volker Bajus.
Ähnlich äußerte sich Wulf-Siegmar Mierke (UWG). Der Investor habe offensichtlich vorsätzlich gehandelt und die Kosten in Kauf genommen. " Das muss genau aufgearbeitet werden, damit so etwas keine Nachahmer findet", sagte Mierke.
Die Ratspolitiker begrüßen im Grundsatz die Nutzung des 17 000 Quadratmeter großen Grundstücks. Unter anderem ist auf dem Filetstück am Westerberg ein öffentlicher Fußweg geplant, der eine direkte Verbindung zwischen Stadthaus/ Hotel Remarque und dem Botanischen Garten herstellen soll. Auf einer 8600 Quadratmeter großen Baufläche sollen neun Einfamilienhäuser entstehen, während die restlichen 8400 Quadratmeter als öffentliche Grünfläche ausgewiesen werden.
Autor:
hin


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