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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die erste wilde Sperrmüllkippe
Zwischenüberschrift:
Gebühr zeigt Wirkung, allerdings nicht wie gewünscht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Sperrmüllgebühr hat offenbar doch Nebenwirkungen: Mitte Januar schien es noch, als verleite die neue Abgabe von 29 Euro pro Sperrmüllabfuhr nicht zum wilden Ablagern von Ausrangiertem. Doch einen Monat später ergibt sich zumindest im Stadtteil Schinkel ein anderes Bild. Matratzen und Schränke stapeln sich am Straßenrand im Bereich Heiligenweg Jeggener Weg. " Das sieht schlimm aus", beklagt sich eine Anwohnerin. Sie hat die Stadt eingeschaltet .
Die Abfälle lägen dort schon seit Ende Januar. " Ich gehe jeden Tag mit meinem Hund an dem Haufen vorbei. Und der wächst immer weiter", berichtet die Anwohnerin. Ihre Mutmaßung: Da wollte jemand die Sperrmüllgebühr umgehen und entsorgte seinen Unrat stattdessen illegal. Das schlechte Beispiel habe Nachahmer gefunden. " Die halten mit dem Auto an und laden alles ab."
Die Vermutung des Gebührenboykotts hat sich inzwischen bestätigt: " Für die Stelle liegt kein Antrag auf Sperrmüllabfuhr vor", sagt Heiko Brosig, Sachbearbeiter für Abfallrecht im Fachbereich Umwelt. Er war von der Frau aus dem Schinkel, die in der Zeitung nicht namentlich genannt werden möchte, informiert worden und hat sich daraufhin am Donnerstagabend ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Dabei stellte er fest, dass es zwei weitere illegale Müllhalden am Jeggener Weg gibt.
Zumindest über das Wochenende wird der Abfall dort liegen bleiben, denn der stadteigene Servicebetrieb ist in diesem Fall nicht zuständig für die Beseitigung. Alle drei Müllablagerungen befinden sich auf einer Privatfläche. Da es bisher keine Hinweise auf die Verursacher gibt, ist der Grundstückseigentümer verpflichtet, den Schutt zu entfernen. Brosig hat als Ansprechpartner eine auswärtige Grundstücksverwaltungsgesellschaft ermittelt, an die am gestrigen Freitag ein Schreiben mit der Aufforderung der schnellen Räumung aller drei Müllberge verschickt wurde.
Seit der Sperrmüll mit Jahresbeginn 2010 nicht mehr kostenlos abgeholt wird, sind die Müllanmeldungen bei der Abteilung Abfallwirtschaft des Osnabrücker Servicebetriebes eingebrochen. Auf die gesamte Stadt bezogen, stellt Brosig bisher noch keinen sprunghaften Zuwachs an wilden Halden fest. " Das liegt vielleicht auch an der Witterung." Mittelfristig rechnet er jedoch mit einer Zunahme. Für den Fall schlägt der Experte für Abfallrecht vor, vor allem nachmittags und abends eine Patrouille in die betroffenen Stadtteile zu schicken. So sei die Chance am größten, wilde Müllhalden zu verhindern.

Bildtext: Täglich wächst der Müllberg am Heiligenweg in Schinkel. Offenbar eine Folge der Sperrmüllgebühr. Jetzt wird der Grundstücksbesitzer zur Verantwortung gezogen. Foto: Jörn Martens
Autor:
hedi


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