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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn der Winterdie Existenz bedroht
Zwischenüberschrift:
Handwerker leiden unter Kälteperiode – Baustopp: Einnahmen brechen weg – Warnung vor Pfusch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn auf den Baustellen wetterbedingt nichts mehr geht, dann kann es für Unternehmen schnell existenzbedrohend werden. Denn finanzielle Verpflichtungen wie Gehaltszahlungen lassen sich nicht so einfach einfrieren.
" Langsam ist die Schmerzgrenze erreicht", sagt Obermeister Christian Staub von der Baugewerbe-Innung Osnabrück. Natürlich rechne jeder Unternehmer mit Ausfall infolge schlechten Wetters. " Die kalkulierten Ausfallzeiten sind mit dem Januar aber bereits aufgebraucht", berichtet er über die Situation in seiner Innung.
" Alles, was draußen stattfindet, liegt derzeit auf Eis", bringt der Obermeister die Situation bildlich auf den Punkt. Verschärfend komme hinzu, dass aufgrund der schlechten konjunkturellen Lage ohnehin genügend Zukunftssorgen auf den Schultern der Baubetriebe beziehungsweise deren Chefs und Angestellten lasten. " Es wird spannend, wie es weitergeht, wenn das Konjunkturpaket II ausläuft", so Staub. Vor allem im Bereich des öffentlichen Baus sei in der Vergangenheit einiges aufgefangen worden, was zuvor an Aufträgen aus dem Bereich der Industrie weggebrochen sei.
Maik Peschke, Obermeister der Dachdecker-Innung Osnabrück, weist darauf hin, dass Ausfallzeiten " in die Stundenlöhne eingerechnet sind". Wer seinen Betrieb gut aufstelle " und keine Experimente beim Stundenlohn macht", der komme auch unbeschadet durch die kalte Jahreszeit, so seine Erfahrung.
Kritisch äußert sich Peschke zu Betrieben, die trotz des Frostes Außenarbeiten durchführen. " Das ist grenzwertig", sagt der Dachdecker und führt zwei Gründe an: Zum einen müsste hinterfragt werden, ob tatsächlich alle arbeits- und personenschutzrechtliche Aspekte eingehalten werden. Zum anderen könnten viele Materialien bei Frost eigentlich nicht verarbeitet werden.
Peschke weist auf die " magischen fünf Grad" Außentemperatur hin. Bei niedrigeren Temperaturen gebe es mit zahlreichen Baustoffen Probleme. Bau-Innungschef Staub formuliert es so: " Bei Frost im Boden kann man nur Pfusch produzieren."
Ein kleines Trostpflaster für das Handwerk hält der strenge Winter dann aber doch parat. " Durch den Frost entstehen natürlich auch Schäden, die repariert werden müssen", erklärt Maik Peschke augenzwinkernd.
Autor:
df


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