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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
50 Tonnen Salz aus Spanien eingetroffen
Zwischenüberschrift:
Servicebetrieb erwartet für heute zweite Lieferung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Schnee auf Osnabrücker Straßen taut derzeit mit Salz aus Spanien. Gestern trafen überraschend zwei Sattelzüge mit insgesamt 50 Tonnen Steinsalz ein. Die waren erst für heute erwartet worden. Die Ladung reicht, sparsam gestreut, für zwei bis drei Tage, hofft Kurt Santjer. Er ist beim Osnabrücker Servicebetrieb unter anderem für den Winterdienst zuständig.

Für heute und morgen sind zwei weitere Lieferungen in Aussicht gestellt. Mit diesen dann insgesamt 150 Tonnen sei die Salzversorgung auch für mehrere Tage gesichert, schätzt Santjer: " Für dieses Wochenende kriegen wir damit schon einiges weggeschafft." Unter normalen Voraussetzungen streut die Stadt bei Wetterlagen wie zurzeit 100 bis 120 Tonnen Salz auf die Straßen der Stadt.
Mit dem knappen Streugut werden derzeit aber nur die Hauptverkehrsstraßen gestreut und die auch nur relativ dünn.
Das sparsame Streuen ist aber mit dem Salz aus Alcaniz in Nordspanien etwas problematisch. Der Wassergehalt liegt nicht wie sonst bei etwa einem Prozent, sondern bei etwa vier Prozent. Durch feuchteres Salz wird der Streumechanismus der Räumfahrzeuge schneller verstopft, sagt der Fachmann vom Servicebetrieb.
Besonders billig war es trotzdem nicht. Unter normalen Marktbedingungen zahlt die Stadt etwa 60 Euro pro Tonne. Für die Ladung aus Spanien werden von der Lieferfirma momentan 170 Euro pro Tonne in Rechnung gestellt. Aber das sei noch relativ günstig, sagt Santjer. Denn viele Anbieter nutzten den dringenden Salzbedarf bei den Kommunen und Straßenmeistereien, die Preise in die Höhe zu treiben. 250 bis 260 Euro für 1000 Kilogramm Streusalz seien augenblicklich nicht selten.
Einige Lieferanten scheinen die Marktlage zu ihren Gunsten weidlich auszunutzen. Aus Rumänien erwartet die Stadt auch schon seit Tagen Salz. Der Händler vertröstet den Servicebetrieb allerdings immer wieder unter Hinweis auf einen ominösen Streik. Da sorgte die Überraschung gestern für erleichtertes Aufatmen am Bauhof.

Bildtext: Salz für ein paar Tage: Gestern trafen überraschend zwei Sattelzüge mit insgesamt 50 Tonnen Steinsalz aus Spanien auf dem Bauhof der Stadt ein. Foto: Kurt Santjer
Autor:
swa


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