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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Erbe der Briten wird aufgeteilt
 
Hoppla, ein Super-Spielplatz unterm Dach
Zwischenüberschrift:
Westerberg: 104 Häuser blitzschnell verkauft – Winkelhausenkaserne: Spielarena in der Turnhalle
 
In einer Militär-Sporthalle dürfen bald die Kinder toben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Westerberg klappt der Verkauf der Wohnungen wie am Schnürchen, in der Kaserne am Hafen keimt neues Leben in der alten Turnhalle: ein großes und ein kleines Beispiel für die Reanimation verlassener Britenflächen.
" Die Gegend ist klasse." Deshalb haben Guido Larberg (42) und seine Frau Jessica (35) ein ehemaliges Briten-Haus in den Literatenhöfen am Westerberg gekauft. Sie sind nicht die Einzigen: 104 der 108 Wohneinheiten sind binnen eines halben Jahres verkauft worden.
" Eine Erfolgsgeschichte", sagt Oberbürgermeister Boris Pistorius, als er sich das Quartier zwischen Paracelsus-Klinik und Park-Hotel ansieht. Geführt wird er von Heinrich Peek, Immobilienmakler aus Löningen und Vorbesitzer der 108 Häuser und Wohnungen. Peek hatte das Briten-Viertel im August vergangenen Jahres im Block von der Bundesanstalt für Immoblienaufgaben (Bima) gekauft und damit ein gutes Geschäft gemacht. " Wir hatten seitdem keine Langeweile", sagt Patrick Lanfer, der für Peek-Immobilien die Osnabrücker Objekte vermarktet. Die Interessenten hätten ihm " die Bude eingerannt", eine Informationsveranstaltung habe er abgesagt. Sie war gar nicht nötig.
Dass eine Entlastungsstraße-West eines Tages das Wohngebiet tangieren könnte, sei in den Verkaufsberatungen offen angesprochen worden, so Patrick Lanfer. Viele Interessenten hätten sich bei der Stadt die Pläne erklären lassen und dann gekauft.
Die neuen Hausbesitzer Guido und Jessica Larberg haben die letzte Doppelhaushälfte in der Wilhelm-Busch-Straße erworben relativ weit ab von der geplanten Straße, in direkter Nachbarschaft zum Parkhotel, ohne Durchgangsverkehr, mit Garten zum Heger Holz. Jessica Larberg schwärmt von der " Toplage" und dem " schönen Siedlungscharakter", den sie in Haste, ihrem jetzigen Wohnort, etwas vermisst. Sohn Frederik (3) rennt über die Baustelle und zieht in seinem künftigen Zimmer Kreise in den Staub. Auch der ältere Sohn Henry (8) wird ein eigenes Zimmer haben. Das neue Heim ist aus zwei jeweils 78 Quadratmeter großen Wohnungen zusammengefügt worden. Mit 156 Quadratmeter Wohnfläche gehört das Haus zu den großen Einheiten im Literatenviertel.
Um die Ecke liegen die Reihenhäuser mit jeweils 80 Quadratmeter Wohnfläche, die für Singles oder Paare geeignet sind. Der Preis: 110 000 Euro. Die kompakten Reihenhäuser mit 65 Quadratmetern kosten 90 000 Euro. Die Grundstücke sind 250 bis 700 Quadratmeter groß. Bauherr Guido Larberg schätzt die Summe seiner Investitionen in das Haus auf etwa 70 Prozent des Kaufpreises.
Die unterschiedlichen Größen schaffen die Mischung: Familien, Singles, Rentner werden in diesem grünen Viertel Tür an Tür leben.

Bildtext: Auf der Baustelle (von links): Boris Pistorius, Jessica, Guido und Frederik Larberg, Makler Heinrich Peek. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. In der alten Sporthalle der Winkelhausen-Kaserne am Hafen eröffnen Jan Schlikker (39) und Bechir Zaouali (45) Mitte März " Hoppla die Spielarena". So etwas gibt es in Osnabrück bislang nicht.
Etwa 100 000 Euro investieren die beiden in den überdachten Spielplatz. Es ist ein Risiko, denn der Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilien (Bima) hat eine Laufzeit von nur zwei Jahren. Schlikker und Zaouali wissen nicht, ob sich ihr Einsatz bis dahin ausgezahlt haben wird. Aber die Bima war nicht bereit, sich länger zu binden. Denn ihr sind große Vermarktungspakete lieber als diese kleinen Blüten, die mit Ideen, Tatkraft und wenig Geld etwas schrittweise aufbauen wollen. Die Verhandlungen zogen sich hin, und hohe Brandschutzauflagen hätten das Projekt fast zu Fall gebracht.
Bei der Stadt habe er sofort ein positives Echo bekommen, sagt Jan Schlikker, der schon an anderer Stelle Aufbauarbeit geleistet hat: Die " Kleine Freiheit" und das " Stellwerk" im alten Güterbahnhof sind seine Gründungen. Sie bilden inzwischen das Fundament der geplanten " Kulturarena".
Die alte Militärturnhalle ist für den Schul- oder Vereinssport nicht zu gebrauchen. Trotzdem wird hier viel in Bewegung sein: Kletterwände, Hüpfburgen, ein Motorikraum und abenteuerliche Spielgeräte werden die Kinder herausfordern. Die Eltern können sich auf einer Empore zurückziehen. Die Eröffnung ist für den 15. März geplant. Der Eintritt: 2, 50 Euro für Erwachsene, 5, 90 für Kinder.

Bildtext: In der Winkelhausen-Kaserne am Hafen bauen Bechir Zaouali (links) und Jan Schlikker eine Spielarena auf, in der Kinder bald auf abenteuerlichen Geräten toben und klettern können. Hund Leika verfolgt die Aufbauarbeit eher gelangweilt. Foto: Gert Westdörp

2010 kommen wieder 300 Wohnungen auf den Markt
In diesem Jahr will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) weitere 300 Wohneinheiten aus dem britischen Bestand auf den Markt bringen. Im ersten Schritt werden es 24 Doppelhaushälften im Sternengucker-Quartier in der Dodesheide (Lichtenberg- und Kopernikusstraße) sein. Es handelt sich um Erbbaugrundstücke der Klosterkammer
Hannover. Adressaten sind junge Familien. In der Sternstraße sollen 17 Doppelhaushälften in den Einzelverkauf gehen. Die Häuser verfügen über 124 bis 140 Quadratmeter Wohnfläche. Die Grundstücke sind zwischen 600 und 800 Quadratmeter groß. Die Preise liegen um 130 000 Euro.
Die Bima hat nach dem Abzug der Briten im März vergangenen Jahres 278 Wohneinheiten auf den Markt gebracht und davon 236 verkauft. Darunter sind 108 Einheiten in den Literatenhöfen am Westerberg, Geschosswohnungen am Fasanenweg und Häuser am Vogelsang und Sonnenhof. In den Komponistenhöfen am Westerberg sind 38 Häuser verkauft und fünf fest vergeben, ein Haus ist dort noch zu haben, wie die Bima mitteilt.
Internet
www.osnabrueck.de/ konversion/
Autor:
hin


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