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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Holzernte, sobald die Kröten wandern
Zwischenüberschrift:
Demnächst eine Durchforstung im Nettetal
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wallenhorst/ Osna- brück. Wenn Anfang März die Kröten wandern und deshalb die Straße im Nettetal gesperrt wird, nutzt das Forstamt Ankum die Gelegenheit. Entlang der Straße wird dann unterhalb der Wittekindsburg der komplette Waldrand ausgelichtet.
" Mit der Zeit sind die Bäume in die Straße hineingewachsen", sagt der zuständige Förster Reinhard Wiemer aus dem Forstamt Ankum dazu: " Wir wollen das Lichtraumprofil wieder herstellen. Dann können die verbleibenden Bäume besser wachsen und sich stabilisieren."
Für die Durchforstung am Hang der etwa 1, 5 Kilometer langen Straße kommt eigens ein wirklich schweres Gerät ins Nettetal. " Power Cut 100" heißt die Spezialmaschine: Ein 37-Tonnen-Kettenbagger bildet das Gegengewicht zu einem acht Meter langen Hydraulikausleger. Daran sind zwei Greiferzangen und eine Motorsäge mit 100 Zentimeter Schnittlänge befestigt.
Somit können auch tonnenschwere Bäume abgeschnitten und sicher zu Boden gebracht werden. " Bei starken Stämmen schneidet der Fällkopf zunächst in sieben Meter Höhe die Krone ab und legt sie am Boden ab", so erläuterte Reinhard Wiemer gestern das Verfahren, " anschließend wird der Stamm gefällt und ebenfalls abgelegt." Schwächere Bäume können im ganzen gefällt werden.
Das Kronenholz wird noch auf der Straße zu Hackschnitzeln verarbeitet und abgefahren. Das Stammholz kommt zunächst auf einen Holzlagerplatz und wird dort gesammelt. Immerhin rechnet der Forstmann mit einem Holzanfall von 1000 bis 1500 Festmeter Energieholz und Stammholz.
Vorgesehen ist, in einem Abstand von zwei Metern zur Straße alle Bäume zu fällen. Auf der Distanz von weiteren sechs Metern soll der aus etwa 140 Jahre alten Buchen und Eichen bestehende Wald selektiv durchforstet werden. " Wo Licht auf den Boden fällt, wird die Buche sehr schnell eine Naturverjüngung entwickeln", so der Förster, " auch schließt sich das Kronendach bald wieder." Schon in ein oder zwei Jahren sei erfahrungsgemäß von einer solchen Durchforstung kaum noch etwas zu sehen.
Mit den Naturschutzbehörden wurde das Vorgehen abgestimmt. Während der Arbeiten wird der Weg zu Knollmeiers Mühle jeweils von einer Seite her möglich sein, so Udo Stangier von der Gemeinde Wallenhorst.
Bildtext: Vobereitung für die Durchforstung im Nettetal: Revierförster Reinhard Wiemer markierte gestern die zu fällenden Bäume. Foto: Jörn Martens
Autor:
fhv


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