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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zweiter Steinbruch wird angeschlossen
Zwischenüberschrift:
Botanischer Garten: Arbeiten beginnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf dem Westerberg befinden sich zwei ehemalige Kalksteinbrüche. Der eine davon beheimatet bereits seit 1984 den Botanischen Garten der Universität Osnabrück, der zweite Steinbruch liegt seit seiner Nutzungsaufgabe vor etwa 50 Jahren brach.
Dieses Biotop beheimatet vielfältige heimische Flora: 190 Gefäßpflanzenarten und 56 Moosarten, von denen fünf Arten als äußerst bedroht gelten und auf der " Roten Liste" zu finden sind.
Durch die Zusammenarbeit der Universität Osnabrück, des Freundeskreises des Botanischen Gartens und verschiedener Stiftungen soll das Biotop noch in diesem Jahr über einen Weg mit dem Botanischen Garten verbunden werden.
Vordergründig für das Projekt sei die akute Gefährdung der Pflanzenwelt am alten Steinbruch: " Die geschützte und teilweise unter Naturschutz stehende Flora droht zu verwahrlosen", so Prof. Dierk Meyer-Pries, Vorsitzender des Freundeskreises des Botanischen Gartens. Als Gründe für die Gefährdung nannte er Vandalismus, das Anlegen von Feuerstellen, illegale Müllablagerung sowie die Ausbreitung von aggressiven Neophyten, also Pflanzen, die dort nicht ursprünglich beheimatet sind.
Prof. Dr. Sabine Zachgo, Direktorin des Botanischen Gartens, sieht neben dem Schutz noch weitere positive Aspekte: " Durch die Verbindung mit dem Botanischen Garten haben wir hier ganz einmalige Möglichkeiten durch die geografische Besonderheit, die es in Deutschlands Innenstädten nur einmal gibt. Wir können hier unterschiedliche Klimazonen zusammenführen und der Öffentlichkeit zeigen."
Die Arbeiten für den Verbindungsweg, der auch einen rund 20 Meter langen Tunnel mit einschließt, beginnen am Samstag. Im Laufe des Jahres wird dann ein Pfad entstehen, der mit geschwungenen Wegführungen auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sein soll. Dem Bau werden einige Bäume weichen müssen und ein Bolzplatz wird um einige Meter versetzt. Auch Fledermaushöhlen liegen dem geplanten Vorhaben im Weg. Für diese wird im Steinbruch an anderer Stelle geeigneter Ersatz geschaffen.
Die Kosten in Höhe von 385 000 Euro für dieses Großprojekt werden größtenteils von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Niedersächsischen Bingostiftung und der Friedel-und-Gisela-Bohnenkamp-Stiftung getragen. Außerdem beteiligen sich die Universität und der Freundeskreis des Botanischen Gartens jeweils mit fünfstelligen Summen.
Für die Öffentlichkeit soll der Steinbruch dann ab Ende September zugänglich sein.
Ein Film auf www.os1.tv »

Bildtext: Sie freuen sich über das neue Projekt (von links): Prof. Dr. Sabine Zachgo, Dr. Fritz Brickwedde, Reinhard Sliwka, Prof. Dr. May-Britt Kallenrode, Berthold Uphoff, Prof. Dierk Meyer-Pries und Heike Fiedeler. Foto: Jörn Martens
Autor:
nasl


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