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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schon 48 Winterdienst-Tage: Das wird teuer für die Stadt
Zwischenüberschrift:
Kämmerer: Schneeräumkosten höher als geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Schnee schmilzt, viele atmen auf. Jetzt kommen die Fragen. Hätte man die Verkehrswege nicht besser schnee- und eisfrei halten können? Was kann in Zukunft besser laufen? Horst Baier, in der Spitze der Stadtverwaltung für den Winterdienst verantwortlich, kündigt für die Nach-Eiszeit eine Manöverkritik an. So viel scheint für ihn schon klar: Vorkehrungen für einen in Nordwestdeutschland ungewöhnlich harten Winter kann man treffen. Aber das wird teuer. Und weil Baier auch für die Stadtfinanzen zuständig ist, lebt er lieber mit den Einschränkungen, die ein harter Winter alle Jubeljahre für ein paar Wochen mit sich bringt.
280 000 Euro hatte die Stadt im Haushalt für den Winterdienst eingeplant. Aber allein für die bisher geleisteten 4500 Stunden bei der Fahrbahnstreuung sind 180 000 Euro verbraucht worden. Die Kosten, so erwartet der Finanzchef der Stadt, dürften deutlich über dem kalkulierten Betrag liegen. Folge: Die Bürger müssen vielleicht trotz verbesserungsfähiger Räumleistung höhere Straßenreinigungsgebühren berappen. Baier: " Mal sehen, vielleicht können wir das auch über einige Jahre strecken."
Hausarrest endet
Für viele ältere Bürger endet mit dem Tauwetter ein mehrwöchiger, aus Sicherheitsgründen selbst auferlegter Hausarrest. Denn die Fußwege in der Stadt waren in den vergangenen Wochen selbst für Menschen, die besser zu Fuß sind als Senioren, kaum noch passierbar. Besonders tückisch: Überfrorener Schneematsch. Mit den offiziell erlaubten Mitteln wie Sand oder Splitt waren solche Knochenbrecher-Buckelpisten in den vergangenen Tagen kaum noch abzustumpfen. Deshalb, so Baier auf Nachfrage unserer Zeitung, toleriere die Stadt derzeit auch das Salzen von Gehwegen. Die Verkehrssicherheit habe im Moment Vorrang vor ökologischen Bedenken.
Ein normaler Durchschnittswinter in Osnabrück dauert 20 bis 25 Tage. In dieser Saison gab es bisher schon 48 Tage, an denen der Winterdienst im Einsatz war. 130 Mitarbeiter der Stadt sind für die Beseitigung von Eis und Schnee im Einsatz; darunter auch rund 50 Mitarbeiter, die sich sonst um andere Aufgaben kümmern, zum Beispiel Grünflächenpflege. Privatfirmen könne man derzeit auch kaum beauftragen, so Baier, die sind durch Wohnungsbaugesellschaften und andere Auftraggeber ausgelastet.
Was die Salzknappheit angeht, da hofft Baier auf eine Reaktion der Industrie, zum Beispiel größere Vorräte. Eigentlich sei die Stadt auch vertraglich abgesichert, der Salznachschub hätte demnach rollen müssen. Aber momentan sei einfach nichts zu bekommen höhere Gewalt. Es gebe inzwischen sogar Kontakte nach Ägypten und Rumänien. Eine aus dem Balkan avisierte Fuhre stecke aber derzeit fest Streik. Wenn das Salz hier ankommt, ist wohl Frühling.

Bildtext: Vor Matsch und Schnee kapitulierten in den vergangenen Wochen oft selbst gut ausgerüstete Radler. Foto: Jörn Martens
Autor:
swa


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