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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
George Orwell lässt grüßen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Neusprech und Doppeldenk in der Verkehrsplanung. Sie schreiben: Das Wort Westumgehung meiden die Experten, die den Masterplan erarbeitet haben.′ Ich frage mich warum? Am Anfang stand die Idee, den Pkw-Verkehr, der heute auf Lieneschweg und Gluckstraße verläuft, einige Hundert Meter weiter westlich zu verlegen eine durchaus nachvollziehbare Planung leider von einer Realisierung so weit entfernt wie der Mars von der Venus. Denn ein solches Projekt müsste die klamme Stadt Osnabrück ganz alleine schultern, was angesichts der gähnenden Löcher im Stadtsäckel selbst die risikofreudigsten Kommunalpolitiker zurückschrecken lässt. Was tun? Die 50 Jahre alte Idee wird als besonders dringend und wichtig klassifiziert und das Land Niedersachsen um finanzielle Hilfe gebeten. Hannover schwimmt zwar auch nicht im Geld, aber wenn die Stadt Osnabrück sämtlichen Verkehr auf der neuen Straße zulässt, könnte man über eine Finanzspritze nachdenken. Kein Problem sagt die Stadt wir werden das den Anwohnern und Erholungssuchenden verkaufen, fünf Prozent Schwerlastverkehr, das macht den Kohl nicht fett! Anwohner und Erholungssuchende verfolgen die Entwicklung der öffentlichen Diskussion mit Erstaunen und Abscheu: 670 bis 825 Laster pro Tag (schätzt die Stadtverwaltung) werden auf einer Trasse rollen, an der drei Krankenhäuser liegen und zurzeit ab 22 Uhr aus Lärmschutzgründen für Pkw Durchfahrtsverbot gilt? Eine Lkw-Mautflucht par excellence in unmittelbarer Nähe von Parkhotel und Heger Holz wird möglich? Wie soll die neue Straße heißen? Entlastungsstraße West? George Orwell lässt grüßen!"
Andreas Kühn
Wilhelmstraße 130
Osnabrück

" Wir sind Anwohner des Liszthofes und sehen den Bau der sogenannten Entlastungsstraße′ West mit gemischten Gefühlen. Wie in Ihrem Artikel formuliert, soll die Straße den Verkehr aufnehmen, der durch den künftigen Wissenschaftspark entstehen soll. Wie weiß man denn schon jetzt, ob Interesse an diesem Park′ be-steht? Kann man nicht erst versuchen, diesen Park′ aufzubauen, um zu sehen, ob überhaupt diese Straße′ gebaut werden muss? Wie man weiß, ist die Einwohnerzahl in Osnabrück rückläufig, und auch Firmen ziehen sich aus Osnabrück zurück. Außerdem ist es doch wohl ganz offensichtlich, dass diese Straße′ eine reine Durchgangsstraße′ werden soll, die den Verkehr von der B 68 über die Römereschstraße rüber bis zur A 30 aufnehmen soll. Da kann man doch nicht sagen, der Durchgangsverkehr′ spielt keine nennenswerte Rolle. Die neuen Anwohner der ehemaligen Britenhäuser, die direkt an den Feldern der Musenburg liegen, können sich dann nicht mehr in ihrem Garten aufhalten, da die Straße fast durch den Garten geht! [. . .] Auf die Bürger wird überhaupt keine Rücksicht mehr genommen, sondern hier steht nur noch der Wissenschaftspark′ im Vordergrund. Hoffentlich bleiben die Liberalen und die Grünen bei ihren Leisten′ und lehnen diesen Blödsinn der Entlastungsstraße′ weiterhin ab. Auch die SPD sollte sich noch einmal Gedanken darüber machen, ob es wirklich sein muss, diese Straße zu bauen."
Sabine Kuhlmann
Liszthof 12
Osnabrück
Autor:
Andreas Kühn
 
Sabine Kuhlmann


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