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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Brummis sollen draußen bleiben
Zwischenüberschrift:
Ratsmitglieder nehmen Lkw-Durchgangsverkehr ins Visier – Verwaltung prüft Nachtfahrverbote
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Um die von Lärm und Abgasen geplagten Anlieger der städtischen Hauptverkehrsadern zu entlasten, soll der Schwerlastverkehr auf Osnabrücks Straßen deutlich reduziert werden darüber sind sich die Ratspolitiker fraktionsübergreifend einig. Ob und wann dieses Ziel erreicht werden kann, ist derzeit allerdings noch völlig unklar.
Im Auftrag des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt hatte die Verwaltung in den vergangenen Monaten ein Konzept erarbeitet, das vor allem auf die stufenweise Einführung von Nachtfahrverboten auf den Hauptstraßen setzt. Die Politik will sogar noch einen Schritt weiter gehen: Ihr schwebt ein grundsätzliches Verbot für den Lkw-Durchgangsverkehr vor.
Diesen Vorstoß unternahm die SPD-Fraktion während der jüngsten Ausschusssitzung und griff damit ausdrücklich einen früheren Antrag von CDU und FDP wieder auf. Christdemokraten und Liberale hatten im vergangenen Jahr vergeblich gefordert, anstelle der Umweltzone zunächst ein Lkw-Transitverbot auszusprechen. Auch wenn die Plakettenpflicht zwischenzeitlich eingeführt wurde, soll Durchgangsverkehr über 7, 5 Tonnen nun trotzdem ausgesperrt werden. Der Ausschuss erteilte der Verwaltung einstimmig den Auftrag, die Machbarkeit des Vorschlags zu überprüfen.
Bereits ausführlich beschäftigt haben sich die Experten vom Fachdienst Verkehrsplanung mit der Möglichkeit von Lkw-Nachtfahrverboten. Dabei sind sie von einem Zwei-Stufen-Konzept ausgegangen. In Stufe eins könnten zunächst folgende Straßenabschnitte von 22 bis 6 Uhr für den durchfahrenden Schwerlastverkehr gesperrt werden: die " Nord-Süd-Route" über die Iburger Straße und die Sutthauser Straße sowie die Johannisstraße (zwischen Wall und Iburger Straße), der Rosenplatz und die Kommenderiestraße (zwischen Wall und Rosenplatz). In Stufe zwei würde dann die " Ost-West-Route" über die Martinistraße und den Bereich Lotter Straße Rheiner Landstraße hinzukommen.
Die Gesetzeslage erlaubt es den Kommunen zwar, zum Schutz von Anliegern auf einzelne Straßen beschränkte Fahrverbote auszusprechen. Allerdings schreibt sie auch vor, geeignete Umleitungsstrecken anzubieten.
Für die Stufe eins könnte diese ab der Autobahnabfahrt Fledder über die Hannoversche Straße, die Frankenstraße und über den östlichen Wall in Richtung Hansastraße verlaufen. In Stufe zwei würden die Brummis zusätzlich ab Fledder über Wersener Straße und Pagenstecherstraße rollen.
Doch wie sieht es mit den Belastungen aus, die auf den Umleitungsstrecken entstehen? Um dies zu klären, hat sich die Stadt drei Teilbereiche genauer angesehen und geschätzt, wie viele Lkw dort nachts zusätzlich fahren würden. Die Ergebnisse: Frankenstraße (zwischen Neulandstraße und Wasastraße) plus 110 Lkw, Goethering (zwischen Berliner Platz und Schlagvorder Straße) plus 80 Lkw und Wersener Straße (zwischen Schwenkestraße und Kirchstraße) plus 85 Lkw.
Unter dem Strich würden sich Lärmpegel ergeben, die deutlich über den aktuell gültigen Lärmschutz-Richtwerten liegen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Auf den Umleitungsstrecken müssten also zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden, deren Kosten nicht ohne Weiteres abschätzbar seien.
Eine schnelle Lösung wird es für lärmgeplagte Hauptstraßen-Anlieger somit nicht geben. Erst 2013 soll das Nachtfahrverbot wieder auf die Tagesordnung kommen. Dann stellt die Verwaltung einen gesamtstädtischen Lärmaktionsplan auf.

Bildtext: Kann der Schwerlastverkehr auf der Iburger Straße und anderen Hauptverkehrsstraßen künftig verringert werden? Foto: Michael Hehmann
Autor:
ack


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