User Online: 2 | Timeout: 17:46Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gute Musik gegen schlechtes Klima
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Klimaallianz stellt sich vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Etwa 50 klimabewusste Osnabrücker kamen am Freitagabend in das Café Spitzboden der Lagerhalle. Die Party, die die Osnabrücker Klimaallianz hier ausrichtete, hatte das Motto: " Gute Musik gegen schlechtes Klima". Im Rahmen eines kleinen Konzertes stellten die Veranstalter ihr Bündnis vor und warben um Unterstützer für ihre aktuelle Kampagne " Wechselstrom". Osnabrücker Bürger werden dabei aufgerufen, auf ökologischen Strom zu setzen.
Für die gute Musik sorgten der Chor der Lagerhalle " Pocodela musica" mit klassischen und nach aktuellen Pop-Stücken interpretierten A-cappella-Songs. Andre Gerke vom Bundesverband Windenergie und Doris Augustin vom Naturschutzbund (NABU) nutzten die Aufmerksamkeit der Gäste, um in einer Bildpräsentation an die vielen Aktionen zu erinnern, die die Osnabrücker Klimaallianz seit ihrer Gründung 2007 auf die Beine gestellt hat. Zwei Highlights waren wohl das Plakat " Klimaschützerchen", das sie zur Weltstädtchen-Kampagne der Stadt vor dem Rathaus anbrachten, und das Transparent mit der Aufschrift " Wo bleibt der Kohleausstieg Frau Merkel?", das sie beim Wahlkampf-Besuch der Kanzlerin im Januar 2008 in der Stadthalle hochhielten.
Durchaus provozierend sollte eine Aktion sein, bei der die Klimaschützer Steinkohle auf der Großen Straße verschütteten, um gegen Investitionen der Stadtwerke in drei neue Kohlekraftwerke zu protestieren. " Wir müssen massiv Druck auf die Stromversorger ausüben, damit sie ihre klimaschädliche Politik ändern. Wir brauchen den Öko-Strom", sagte Mitveranstalter Eberhard Heise.
Die Osnabrücker Klimaallianz möchte Menschen auf lokaler Ebene ermutigen, ihren Strom über einen unabhängigen Ökostromanbieter zu beziehen. Damit solle auch ein Zeichen gesetzt werden, den Stadtwerken zu zeigen, dass viele die Energiewende wollen, so Heise: " Es ist unverantwortlich, dass die westliche Welt immer noch auf die umweltbelastende Atom- und Kohle-Energie setzt, während es in armen Ländern zu Dürre oder Überschwemmungen kommt."
Klaus Kuhnke vom Solarenergieverein Osnabrück stellte dabei klar, dass die Einnahmen der vier Ökostromanbieter " EWS"," Greenpeace-Energy", " Licht blick" und " Naturstrom" sämtlich wieder in erneuerbare Energie, die durchWindkraft-, Wasserkraft- oder Sonnenenergie-Anlagen erzeugt werden, fließen. Ängste, dass es zu einem Stromausfall kommen könne, räumte Kuhnke sofort aus: " Sie werden ganz normal weiter vom Versorger, den Stadtwerken, beliefert. Aber sie fördern den Klimaschutz." Für den Wechsel zu einem Ökostromanbieter müssen die Verbraucher im Schnitt zwei bis fünf Euro monatlich mehr investieren. " Sinnvoll und gut angelegt", sagteKuhnke, " denn die Stadtwerke beziehen in ihrem Strom-Mix bisher nur 15 Prozent aus erneuerbaren Energien." Die Osnabrücker Klimaallianz wird unterstützt von attac, dem Bundesverband Windenergie, Naturschutzbund (NABU), Solarenergieverein, Umweltforum, Verein für Ökologie und Umweltbildung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Arbeitskreis " Energie, Bauen und Wohnen", der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) und Greenpeace.

Bildtext: Gemeinsam für Ökostrom: Klaus Kuhnke (links) vom Sonnenenergieverein und der Bassist Reiner Kranz bei der Party unter dem Motto " Gute Musik gegen schlechtes Klima" in der Osnabrücker Lagerhalle. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
chh


Anfang der Liste Ende der Liste