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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Verbrennungspläne endlich beerdigen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Müllverbrennungspläne endlich beerdigen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Planungen für ein EBS-Kraftwerk in Osnabrück absolut fehl gehen. Schon die Schlagzeile Müll-Mangel bedroht Kraftwerk-Plan′ ist Spott und Hohn, wir sollten froh sein, dass die Müllmengen rückläufig sind. Man kann nicht einerseits die Bevölkerung zur Müllvermeidung aufrufen und andererseits einen Müllmangel′ beklagen.
Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes soll Osnabrück mit einer Müllverbrennungsanlage beglückt werden. Klimaschutz sieht anders aus! EBS-Kraftwerke untergraben grundsätzlich das Prinzip, Abfall zu vermeiden, zu verringern, zu recyceln und nur das Notwendigste zu entsorgen. Abfälle, die zum Recycling geeignet sind, werden in ihrem Veredelungsgrad vernichtet. Mehrmaliges Recycling ist aber klima- und ressourcenpolitisch sinnvoller.
Zudem erzeugt die Verbrennungsindustrie eine künstliche Nachfrage nach Müll, der so zum attraktiven Wirtschaftsgut wird, wie die aktuelle Diskussion eindrucksvoll belegt. Da die Herhof-Anlage im Hafen zu wenig EBS für das neue Kraftwerk produziert, ist zwangsläufig ein EBS- beziehungsweise Müllimport nötig, was das bisher so positiv herausgestellte Näheprinzip′ ganz schnell konterkarieren würde. Dieses ist ebenso wie der hohe Energieaufwand bei der EBS-Aufbereitung in der CO2 - beziehungsweise Gesamtökobilanz zu berücksichtigen.
Hier gibt es viele weitere offene Fragen, wie zum Beispiel was ist, wenn die Preise für Müll weiter steigen beziehungsweise die Zuzahlung pro Tonne abgenommenem EBS weiter sinkt? Wird dann etwa doch auf Kohle ausgewichen, um das Kraftwerk weiter zu betreiben? Der NABU will keine Müllverbrennung unter dem Deckmantel EBS-Kraftwerk für den Klimaschutz und auch kein Kohlekraftwerk durch die Hintertür und wird sich entsprechend aller zur Verfügung stehenden Mittel in das Planungsverfahren einbringen, sollte es denn dazu kommen."
Andreas Peters
1. Vorsitzender
NABU Osnabrück e. V.
Klaus-Strick-Weg 10
Osnabrück
Autor:
Andreas Peters


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