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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Letzte Mahnung für Plakettenmuffel
Zwischenüberschrift:
Umweltzone: Polizei und OS-Team kontrollieren Autofahrer – Grenzwerte überschritten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Für alle, die noch keine Umweltplakette haben, wird′s jetzt langsam ernst. Gestern kontrollierten Mitarbeiter der Polizei, des OS-Teams und des Fachbereichs Umwelt an der Iburger Straße erstmals den fließenden Verkehr. Fast 92 Prozent der Autofahrer wurden mit Plakette angetroffen. Die anderen kamen noch einmal ohne Bußgeld davon mit einer freundlichen Ermahnung. Demnächst müssen Plakettenmuffel 40 Euro zahlen.
rll Osnabrück. Seit dem 4. Januar sind weite Teile von Osnabrück als Umweltzone deklariert. Autos und Lastwagen dürfen nur noch mit grüner, gelber oder roter Plakette ins Herz der Stadt. Das hat sich offenbar herumgesprochen im Großraum Osnabrück. Nur bei 83 der 1006 kontrollierten Fahrzeuge fehlte der amtliche Aufkleber auf der Windschutzscheibe. Das sind 8, 25 Prozent.
Dieses Manko ließ sich gestern gleich an Ort und Stelle beheben. Uwe Griesen von der Zulassungsstelle der Stadt saß im roten Bulli des OS-Teams und verkaufte Umweltplaketten für 5, 10 Euro. 29 ertappte Autofahrer griffen zu. Auch Niederländer und Franzosen, die ohne das vorgeschriebene Etikett in die Kontrolle geraten waren, legten das Geld bereitwillig auf den Tisch.
Schon bald werden die Ordnungshüter die Daumenschrauben anziehen und ein Bußgeld in Rechnung stellen, kündigt Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt an. Es ist Zufall, aber ausgerechnet jetzt registriert er gravierende Grenzwertüberschreitungen beim Feinstaub und beim Stickstoffdioxid. Gerade wegen dieser Luftschadstoffe hat die Stadt die Umweltzone eingerichtet.
Schon seit Tagen klettert der Feinstaubindex auf deutlich über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft der Grenzwert liegt bei 50. Solche Extremwerte sind vergleichbar mit der Belastung während der Osterfeuer im vergangenen Jahr. Für das niedersächsische Umweltministerium ist damit die Grenze der Gesundheitsgefährdung überschritten. Menschen mit Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien meiden.
Allein im Januar wurden die Grenzwerte in Osnabrück an sieben Tagen überschritten. Detlef Gerdts, der für die Einrichtung der Umweltzone verantwortlich ist, sieht die Ursache dafür vor allem in der augenblicklichen Inversionswetterlage. Dabei bilden die oberen Luftschichten einen Deckel, der die Schadstoffe am Abziehen hindert. Nach den Erhebungen des Umweltbundesamts handelt es sich um einen großräumigen Effekt, der vom Niederrhein bis an die Oder reicht.

Bildtext: Ohne Umweltplakette bitte rechts ran: Auf der Iburger Straße wurden gestern die Autos kontrolliert. Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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