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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hohes Bußgeld für Kahlschnitt
Zwischenüberschrift:
Stadt schreitet gegen Baumfrevel ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Kahlschnitt einer 80 Jahre alte Linde im vergangenen Jahr in einem Garten an der Arndtstraße ist dem Besitzer teuer zu stehen gekommen: Die Stadt verhängte ein " relativ hohes" Bußgeld, wie der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Detlef Gerdts, bestätigte.
Über die Höhe des Bußgeldes gibt der Fachbereichsleiter keine Auskunft, weil das die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen verletzen würde. Nach unseren Informationen liegt das Bußgeld im vierstelligen Bereich. Hinzu kommen die Kosten für den Ersatz. Der Besitzer wurde verdonnert, an gleicher Stelle einen Großbaum zu pflanzen.
Die Linde trug einst eine üppige Krone, wie alte Luftbilder im Internet zeigen. Doch nach der tief schneidenden Pflegeaktion im Frühjahr 2009 ist nur ein kahler Stamm geblieben. Der Baum ist nach Ansicht der Stadt zu Tode gepflegt worden.
Die Grünen hatten damals den mutmaßlichen Baumfrevel zum Politikum gemacht und auf die Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt gesetzt. Der Eigentümer versicherte, eine Fachfirma mit dem Beschneiden des Baumes beauftragt zu haben. Der Beschnitt sei nach deren Angaben " fachgerecht" erfolgt. Die Experten vom Fachbereich Grün und Umwelt bezweifelten das. Die Schnitte hätten zum Teil Durchmesser von 50 Zentimetern.
Eine Baumschutzsatzung gibt es in Osnabrück nicht mehr. Die Linde war aber im Bebauungsplan festgeschrieben und dadurch geschützt. Bevor jemand Hand anlegen kann, muss die Stadt gefragt werden. Insgesamt 6000 Bäume stehen in Osnabrück unter dem Schutz eines Bebauungsplanes Das hat die Durchsicht aller 500 Bebauungspläne ergeben, die ein Ein-Euro-Jobber im Auftrag der Verwaltung im vergangenen Jahr erledigte. Der Datensammler verglich die Pläne mit aktuellen Luftbildern und konnte so auch feststellen, ob geschützte Bäume verschwunden sind.
Böser Wille ist da selten im Spiel. Viele Eigentümer wüssten gar nicht, dass ihr Baum geschützt sei, sagt Gerdts. Deshalb erwägt die Verwaltung, nach Abschluss der Datensammlung, alle Baumbesitzer mit B-Plan-Eintrag über den Schutzzustand ihres Gartengewächses zu informieren. Unklar ist, wie die Stadt mit jenen unbedarften Frevlern umgehen soll, die unwissend einen geschützten Baum gefällt haben und deren Missetat durch das neue Kataster entdeckt worden ist.
Bildtext: Zu Tode gepflegt: Diese 80 Jahre alte Linde wird wohl nicht überleben. Die Stadt verhängte gegen den Besitzer ein hohes Bußgeld. Foto: Archiv/ Westdörp
Autor:
hin


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