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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vom Leben auf der Straße
Zwischenüberschrift:
Ausstellung im Gewerkschaftshaus eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wohnungslosigkeit ist kein Thema, mit dem wir uns in Osnabrück beschäftigen müssten? Die Ausstellung " Ausweg Straße!?" zeigt in beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotos und intensiven Texten die Wirklichkeit. Im Gewerkschaftshaus wurde sie jetzt eröffnet.
Die Ausstellung bietet eine Auseinandersetzung mit dem Leben auf der Straße, mit dem " Plattemachen", wie es im eigenen Jargon der Wohnungslosen heißt. Fünf Menschen haben die Macher der Ausstellung in ihrem Leben auf der Straße begleitet.
Andreas ist einer von ihnen gewesen. Ohne seinen Bart ist er kaum wiederzuerkennen. Er hat es aus der Wohnungslosigkeit geschafft und damit begonnen, sich ein neues Leben aufzubauen. Die Besucher könnten den ungewöhnlichen Protagonisten in Bild und Text nahekommen, ohne dass dabei zu viel von ihnen preisgegeben werde, sagte Beate Nakamura von den Ausstellungsmachern.
Die Texte seien nicht reißerisch und sollten nicht unnötig auf die Tränendrüse drücken. Hintergrundinformationen und Bildberichte über diverse Hilfsangebote für Wohnungslose vervollständigen die Informationen. Die Sozialen Dienste (SKM), in deren Trägerschaft die Ausstellung entstand, und die Osnabrücker Sozialkonferenz wollen gemeinsam eine breite Öffentlichkeit für die Nöte und Ängste der Wohnungslosen sensibilisieren. Sie hoffen, damit Verständnis und im Idealfall Engagement für diesen Personenkreis zu wecken.
Der Caritasverbandsvorsitzende für die Diözese Osnabrück, Diakon Gerrit Schulte, sagte in seiner Eröffnungsrede, die Ausstellung solle ein Zeugnis der Achtung und Würde der Menschen sein. Als " eine Schule des Sehens, Verstehens und der Nächstenliebe" möge sie Verständnis für den Menschen mit seinen Nöten und Ängsten eröffnen. " Wenn Armut eine Krankheit wäre, hätten wir eine ganz andere Armutsbekämpfung", erklärte Schulte.
Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar im Gewerkschaftshaus am August-Bebel-Platz 1 geöffnet: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Die Wanderausstellung soll anschließend einer noch breiteren Öffentlichkeit das Thema Wohnungslosigkeit zugänglich machen.

Bildtext: Die Ausstellungsmacher Thomas Kater, Thomas Osterfeld und Beate Nakamura mit Andreas (von links), der einst selbst wohnungslos war und zu den in Foto und Wort Porträtierten gehört. Foto: Michael Hehmann
Autor:
isa


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