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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Töpfer fordert: CO2 -Verbrauch auf jeden Einkaufsbon
Zwischenüberschrift:
Umweltpolitiker in der DBU-Ausstellung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) bezeichnet die neue DBU-Wanderausstellung " Klimawerkstatt Umweltexperimente für Zukunftsforscher" als " außerordentlich kreative Umsetzung des heutigen theoretischen Erkenntnisstandes in Sachen Klimaschutz". Gemeinsam mit DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde eröffnete er die Ausstellung im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU.
Töpfer, der nach seinem Ministeramt Direktor des UN-Umweltprogramms in Nairobi war und derzeit eine Gastprofessur für nachhaltige Entwicklung in Schanghai innehat, äußerte den Wunsch, dass jeder Schüler in Osnabrück ab Klasse fünf die Ausstellung in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) besuche. Sie mache den direkten Zusammenhang zwischen dem eigenen Tun und Lassen in alltäglichen Dingen und dem globalen Klimageschehen deutlich. Dabei würden nicht einfach Horror-Szenarien entwickelt, sondern die Mitmach-Stationen zeigten stets auch Auswege aus der Krise durch umweltverträgliches Handeln auf, die die Besucher durch Nachdenken und Ausprobieren allerdings selber finden müssten.
Töpfer ging näher auf die Station " Gutes Klima im Einkaufskorb?" ein, bei der man über einen Strichcode-Scanner die CO2 - Belastungen ablesen kann, die verschiedene Lebensmittel auf dem Weg bis in das Supermarkt-Regal verursacht haben.
Dabei tritt etwa zutage, dass für ein Kilo tiefgekühlter Pommes 28-mal so viel CO2 ausgestoßen wird wie für ein Kilo des Rohprodukts Kartoffel. Die vielen Verarbeitungsschritte beim Herstellen der Pommes sind dafür verantwortlich: Waschen und Schälen mit Dampfschäler, maschinelles Schneiden, Blanchieren, Trocknen mit Heißluft, Vorfrittieren, Schockgefrieren, Verpacken und Transportieren.
" Warum gehen Schulklassen nicht mal eine Woche auf CO2 - Diät?", regte Töpfer an. Daraus könne man doch einen wunderbaren Wettbewerb machen, welcher Schüler es schaffe, einmal nicht mit geringstem Kalorienverbrauch, sondern mit der besten CO2 - Bilanz satt zu werden. Um dieses Kriterium auf breiter Front ins Bewusstsein zu heben, schlug er vor, dass auf jedem Supermarkt-Bon neben dem zu bezahlenden Preis auch die CO2 - Summe ausgewiesen werde.
Eindringlich appellierte Töpfer an uns Deutsche, die zögerlichen Ergebnisse internationaler Klimakonferenzen nicht als Vorwand zu nutzen, erst einmal abzuwarten nach dem Motto: " Die da oben wissen ja auch nicht, was nun richtig ist." Nein, es komme auf jeden Einzelnen an, dass er jetzt beginne, sein Haus zu dämmen, seine Energieverbräuche zu kontrollieren, seinen Einkaufskorb neu zu sortieren.
Klimafreundliche Zwischenmusik begleitete die Eröffnungsfeier, denn bis auf das Keyboard kamen alle Instrumentalisten der Jazz-Combo " Sturm und Klang" ohne elektrische Verstärkung aus.
Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 und freitags von 9 bis 13 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Schulklassen der Jahrgangsstufen 5 bis 13 bietet die Ausstellung Anknüpfungspunkte für den Unterricht in Biologie, Physik, Chemie und Geografie, aber auch in Politik und Religion. Führungen und pädagogisches Begleitprogramm: Anmeldung unter 05 41/ 96 33-921. Internet: www.klimawerkstatt.net ».

Bildtext: Die ganze Welt im Blick behalten: Umweltpolitiker Klaus Töpfer rät jedem Einzelnen, jetzt erst recht sein Haus zu dämmen, seinen Energieverbrauch zu kontrollieren und seinen Einkaufskorb neu zu sortieren. Foto: Jörn Martens
Autor:
jod


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