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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Nettebad ist viel zu weit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Alle Politiker jammern über PISA-Ergebnisse und wie schlecht unsere Schüler in Mathe und Deutsch sind. Aber jammern macht sie nicht besser. Es ist mittlerweile bewiesen, dass Bewegung und Sport Lernleistungen positiv beeinflussen.
In Zeiten der Finanzkrise ist es für Familien mit Kindern besonders wichtig, öffentliche Angebote nutzen zu können. So ist es nicht hinnehmbar, dass im Stadtteil Atter der Rotstift besonders großzügig angesetzt wird. Die Stadtteilbibliothek und der Kleinkinderspielplatz werden geschlossen, und nun soll auch noch das Lehrschwimmbecken abgerissen werden.
Dabei wird dieses nicht nur von der Städtischen Grundschule Atter genutzt, sondern auch vom Sportverein und der Schwimmschule 32 gebucht und mitfinanziert. Die Kosten für einen Umbau wurden ohne ordentliches Gutachten auf eine Million Euro geschätzt (Hallo, wir wollen keine goldenen Wasserhähne).
Für prestigeträchtige Projekte wie z.B. den Ausbau der FH wird Geld organisiert. Nur an sozial schwachen und kinderreichen Familien wird aus fehlender , Lobby′ gespart. Wer soll im Bildungsland Deutschland studieren, wenn den Kindern die Chance auf Bildung genommen wird? Aber wenn es darum geht, den Rotstift anzusetzen, fallen unserer Stadtverwaltung und unseren Politikern in Osnabrück zuerst die Familien ein. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit?"

Muss unser intaktes Schwimmbad wirklich abgerissen werden? Dies fragen sich alle Nutzer des Bades bei der Grundschule in Atter. Die Konsolidierungsvorschläge der Stadt Osnabrück für die Jahre 2010 bis 2013 sehen das vor! Die Gründe: Die Sanierung des Bades würde bis zu einer Million Euro kosten. Gegenüber den Abrisskosten von 70 000 Euro diese Summe ist schon durch Haushaltsmittel gedeckt! ist das natürlich eine gewaltige Ersparnis′. Aber welcher Schaden würde durch den Abriss verursacht? Hier werden schon über viele Jahre durch geschulte Kräfte des SV Atter Kleinkinder an das Wasser gewöhnt, anschließend lernen sie schwimmen. Mehrere Gruppen Erwachsene, auch Senioren, kommen jede Woche zur Wassergymnastik, um beweglich und gesund zu bleiben. Diese Gruppen haben keine Probleme durch fehlende Spinde oder zu wenige Toiletten. Auch die Kinder und ihre Mütter kommen mit dem kleinen Umkleideraum zurecht. Zudem ist die Nähe zur Wohnung enorm wichtig. Das Nettebad oder Schinkelbad ist viel zu weit. Als Körperbehinderter bin ich sehr betroffen über diese Nachricht und bitte die Verantwortlichen um eine positive Entscheidung zugunsten der vielen Betroffenen. Wie ich erfahren habe, sind die Unterhaltungskosten des Bades von jährlich 34 500 Euro kein Grund für den geplanten Abriss. Die Unterhaltungskosten könnte man eventuell noch senken, wenn man mit moderner Regeltechnik verhindern würde, dass im Sommer die Heizkörper in der Schwimmhalle kochend heiß sind. In Zeiten der Energieeinsparung würde sich das sicherlich rechnen.″

Bildtext:
Protest: Kinder und ihre Eltern demonstrieren gegen die geplante Schließung des Lehrschwimmbades in Atter.
Foto:
Parton
Autor:
Iris Timm, Kirsten Liebchen, Edwin Hoffmann


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