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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Eis ist zu dünn – Lebensgefahr
Zwischenüberschrift:
Feuerwehr testet: Zugefrorener Rubbenbruchsee trägt noch nicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Idyllisch liegt er da, der Rubbenbruchsee. Die angrenzenden Bäume und Wege stecken unter einer Schneedecke, das Gewässer scheint zugefroren. Doch ein Ortstermin mit der Feuerwehr ergibt: Wer das Eis betritt, riskiert sein Leben.
Selbst die professionellen Lebensretter von der Feuerwehr trauen sich nur mit spezieller Ausrüstung auf das Gewässer. Bei einer Eisrettungs-Übung vor zwei Wochen klafften noch dicke Löcher im Eis, wo sich gestern schwarze Flecken vom winterlichen Weiß abheben. Ein Indiz dafür, wie dünn die Eisdecke an einigen Stellen ist.
Doch auch am Rand des Sees ist es alles andere als sicher. Auf etwa acht Zentimeter schätzen die Brandbekämpfer die Eisstärke. " Halb so viel, wie es sein müsste, um Menschen zu tragen", sagt Feuerwehrmann Markus Gehle. Für zusätzliche Gefahr sorge ein Zustrom von Warmwasser in den Rubbenbruchsee, der in der Mitte des 25 Meter tiefen Gewässers ein komplettes Zufrieren weitestgehend verhindert.
Und so quietschte und knarrte es gestern auch bedenklich als Brandbekämpfer Benjamin Lübcke mit seinem Eisschlitten das Gewässer betrat. Mit einem speziellen Paddel, an dessen Spitze eine Eishacke befestigt ist, zog er sich vorwärts. Im Ernstfall könnten die Retter so zu Menschen vordringen, die eingebrochen sind, ohne sich dabei in allzu große Gefahr zu begeben.
Dank des Schlittens kam Lübcke weitestgehend trocken wieder zurück zum Ufer. Selbst wenn er eingebrochen wäre, hätte ihn sein warm haltender Anzug geschützt. Im Notfall aber bleiben den Rettern nur wenige Minuten, um ein Opfer zu bergen. Denn das kalte Wasser kühlt aus.
Die gestrige Probe zeigt: Wer seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen will, sollte die Schlittschuhe auch weiterhin am Nagel hängen lassen. Ob sie in den kommenden Wochen überhaupt noch zum Einsatz kommen, ist ohnehin fraglich. Das Tauwetter, das tagsüber herrscht, setzt dem Eis stark zu. Damit werden die Osnabrücker Bürger von ihrem neuen/ alten Recht, natürliche Eisflächen auf eigene Gefahr zu betreten, wohl noch keinen Gebrauch machen können.

Bildtext: Nur mit spezieller Ausrüstung betritt Feuerwehrmann Benjamin Lübcke das brüchige Eis auf dem Rubbenbruchsee. Die schwarzen Flecken deuten an, wie dünn die Eisschicht an einigen Stellen ist. Fotos: Michael Hehmann
Das reicht nicht: Am Ufer ist das Eis maximal acht Zentimeter dick. Nicht genug, um Menschen zu tragen.
Autor:
df


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