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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Katholische Schulen für alle öffnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Mit Verwunderung und Verärgerung habe ich die Aussage des Osnabrücker Bischofs zur Kenntnis genommen, dass Religionen allzu oft mit Gewalt in Verbindung gebracht werden.
Nun ist ihm sicherlich zuzustimmen, dass aktuelle politische Konflikte und auch die Geschichte der christlichen Religionen von Gewalt sowie Missbrauch durch politische Machtträger geprägt sind. Aber ist dies auch das Bild, das Kinder in ihrem Alltag von den Religionen und ihrem Zusammenleben mit anderen Menschen haben? Wird mit der Aussage von Bischof Bode nicht ein falsches und meines Erachtens auch sehr problematisches Weltbild′ für die Kinder konstruiert, um im gleichen Atemzug eine Lösung′ als Modellprojekt zu legitimieren? Ist zudem nicht die christliche Botschaft schon ausreichend, um die Regeln für ein friedlichen Leben zu lernen und zu erleben? Warum auch nur die drei Religionen? Gehören die evangelischen Christen nicht dazu?
Einer auf Exklusion′ angelegten Schule sollte nicht Teil-Inklusion′ als Schulprojekt mit staatlichen Mitteln finanziert werden. Bildung ist ein wichtiges Gut, und in Anbetracht der für das deutsche Schulwesen immer wieder konstatierten Bildungsungerechtigkeit sollten wir alle daran mitwirken, dass das knapper werdende Geld nicht für weitere Sonderformen und Bildungsausschlüsse ausgegeben wird.
Aufklärung über den respektvollen Umgang miteinander′ lernen Kinder verschiedenen oder auch keiner Religionsgemeinschaft angehörend täglich und nicht nur in den staatlichen Schulen, sondern auch in ihrem sozialen Umfeld außerhalb der Schule. Und dieses heimische Umfeld ist nicht durch Gewalt geprägt, auch wenn manche Medienmacher dies anders sehen und darstellen.
Hier sind wir gefordert, das durch die Medien gestaltete Weltbild zu enttarnen. Deshalb, lieber Herr Bischof Bode, öffnen Sie nicht nur die Herzen, sondern auch alle Türen der Schulen in katholischer Trägerschaft für alle Kinder; lassen Sie alle Kindlein auch in Ihre Schulen kommen unabhängig davon, ob und welcher Religionsgemeinschaft sie angehören."
Henrik Peitsch
Mitglied im Kreisvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Osnabrück-Stadt
Grundbreehe 9
Hagen a. T. W.

Bildtext: Die Osnabrücker Johannisschule ist als multireligiöse Grundschule im Gespräch. Foto: Westdörp
Autor:
Henrik Peitsch


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