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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Knochenbrüche wie am Fließband
Zwischenüberschrift:
Reichlich Arbeit in den Notaufnahmen der Krankenhäuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ob man in diesen Tagen unbedingt auf sein Dach klettern sollte, um die heimische Solaranlage vom Schnee zu befreien? Die meisten würden wohl erst einmal auf besseres Wetter warten. Diese Geduld brachte allerdings der Mann nicht mit, der jetzt seinen Ausflug aufs Dach mit einer Unterschenkelfraktur bezahlen musste und sich damit wie viele andere in die Notaufnahme des Klinikums Osnabrück begeben musste.
" Einer von derzeit zahlreichen Fällen", sagt Dr. Mathias Denter, Leiter der Notaufnahme des Klinikums Osnabrück . Dabei könne sich der eingangs beschriebene Mann wohl noch glücklich schätzen, dass er bei seinem leichtsinnigen Einsatz mit einer Unterschenkelfraktur davongekommen sei.
Ansonsten seien im Klinikum alle im Zusammenhang mit Schnee- und Glatteisunfällen denkbaren Frakturarten zu verzeichnen in der Zeit vom 20. Dezember 2009 bis jetzt insgesamt 109. Im Vorjahr seien es in diesem Zeitraum nur 44 gewesen. Von den 109 Fällen seien 59 operiert worden (im vergangenen Jahr: 28). Die vorläufige Klinikum-Bilanz weise dazu noch 86 Prellungen (Vorjahr: 33) aus.
Im Marienhospital Osnabrück sorgt das Winterwetter ebenfalls für Arbeit rund um die Uhr. Bereits im Dezember sei im ambulanten und stationären Bereich die höchste Auslastung, " die wir jemals hatten", zu verzeichnen gewesen, berichtet Pflegedirektor Dieter Torbrügge. Das setze sich nun in diesem Monat fort. Die Notfallaufnahme registriere täglich bis zu 100 Patienten. Darunter seien insbesondere Patienten mit Verletzungen nach besagten Eis- und Schneeunfällen, aber auch Kandidaten mit Infektionen sowie Magen-, Darm- und Kreislauferkrankungen.
Einen ähnlichen " überdurchschnittlichen Zulauf von Patienten" melden das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und das Franziskus-Hospital Harderberg . Dr. Edgar Schmiesing, Leitender Oberarzt der Unfallchirurgie des Franziskus-Hospitals, berichtet zudem von zahlreichen Unfällen bei Wintersportlern. Betroffen seien überwiegend Menschen im Alter von 25 bis 45 Jahren, die sich zum Beispiel beim Schlittenfahren Handgelenksbrüche zugezogen hätten. Sie seien zum Teil untrainiert und daher eher verletzungsanfällig. Knochenbrüche durch glatteisbedingte Stürze kämen vor allem bei älteren Leuten vor. " Wenn sie stürzen, ist fast immer ein Bruch die Folge." Deshalb sollten sie beispielsweise das Schneeschieben den Jüngeren überlassen.
Der Blick in die weiteren Krankenhäuser: " Die Unfallchirurgen haben gut zu tun", heißt es im Marienhospital Ankum-Bersenbrück , Diakonie-Klinikum Dissen sowie im Christlichen Klinikum Melle . Die Infektionswelle sorge zudem dafür, dass die Abteilung für innere Medizin erhöhte Patientenzahlen verzeichne, stellt Chefarzt Dr. Guido Hafer in Melle fest. Von einem " normalen Betrieb auf hohem Niveau" spricht Heinrich Titzmann, Geschäftsführer des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück . Schließlich sieht es auch im Johanniter-Krankenhaus Bramsche nicht wesentlich anders aus: " Erheblich mehr Fälle als in den Vorjahren", stellt der Ärztliche Direktor Dr. Torsten Saemann fest.

Bildtext: Gipsen am laufenden Band: Katrin Behrends (links) und Andrea Drees bei der Versorgung einer Unterschenkelfraktur im Franziskus-Hospital Harderberg. Foto: Gert Westdörp
Autor:
al


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