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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Stadt muss zukunftsfähig bleiben
Zwischenüberschrift:
Handgiftentag im Friedenssaal – OB Pistorius: Sparen überall, nur nicht bei der Bildung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Redlichkeit sei eine Grundvoraussetzung der Demokratie, daran hat Oberbürgermeister Boris Pistorius gestern erinnert: " Lassen Sie uns mit kühlem Kopf und heißem Herz, aber redlich und aufrichtig diskutieren und entscheiden", so appellierte er zum Handgiftentag an die Ratsmitglieder: " Nur so haben wir die Chance, andere für die Lebendigkeit unserer Demokratie zu begeistern."
Rückblick und Ausblick, Vergangenheit und Zukunft bestimmen üblicherweise die Gedanken " zwischen den Jahren". So auch beim gestrigen Handgiftentag der Stadt Osnabrück, als Oberbürgermeister Boris Pistorius zunächst auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2009 einging.
Die Veranstaltung zur Verleihung des Remarque-Friedenspreises sei aus seiner Sicht zumindest eine der schönsten des vergangenen Jahres gewesen. Als weitere Glanzpunkte erwähnte er den Besuchstag, den Bundespräsident Köhler der Stadt im Frühjahr abstattete, sowie auch die Visite von Portugals Staatspräsident Cavaco Silva.
Ebenfalls auf der Habenseite bei der Jahresbilanz des Oberbürgermeisters: die endlich doch gelungene Gründung einer Integrierten Gesamtschule in Eversburg, das umfangreiche Sanierungsprogramm für Schulen und öffentliche Gebäude mit 16 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm.
Größte Herausforderung sei allerdings die mit dem Abzug der britischen Garnison verbundene Konversion der Kasernenflächen und Wohnsiedlungen gewesen: " Eine Aufgabe, die für die kommenden Jahre noch die Herausforderung für Osnabrück darstellt."
Kritisch beleuchtete Pistorius dagegen noch einmal die aus seiner Sicht " ziemlich verunglückte" Diskussion um den Ossensamstag. Er habe sich mancher ungerechtfertigten Unterstellung ausgesetzt gesehen, sagte der OB. Und er hoffe weiter, dass aus dem Osnabrücker Umzug " wieder ein familienfreundlicher, heiterer Karnevalsumzug werden kann".
Sein Blick in die Zukunft wurde dann von zwei Stichworten bestimmt: Haushaltsprobleme einerseits und Zukunftsfähigkeit andererseits. Die Ursache der Haushaltsdefizite sei nicht selbst gemacht, sondern liege in den zusätzlichen Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Land aufgebürdet werden, so der OB. Es könne nicht richtig sein, dass der Bund den Bürgern Steuererleichterungen verspricht und die Kommunen diese Versprechen einlösen müssen, indem diese ihrerseits weitere Schulden machen oder Steuern erhöhen müssen. " Die Kommunen gestalten die Lebensbedingungen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und das ist nicht zum Nulltarif zu haben."
Bei allen Spar-Bemühungen solle aber die Bildung ausgeklammert werden, betonte Pistorius. Bildung sei der wichtigste " gesellschaftliche Impfstoff" gegen Armut, " weil wir nur mit gut ausgebildeten Menschen in der Lage sein werden, unsere Zukunft zu gestalten".
Kreative Geistesblitze ließen sich nicht erzwingen, so der OB, " aber wir müssen sie ermöglichen wollen". Nur so könne sich das Potenzial des Landes bestmöglich entfalten.
Pistorius schloss seine Handgiftenrede mit traditionellen Neujahrswünschen und er deutete darin sogar Hoffnung auf eine Wieder-Aufstiegsfeier für den VfL an. Und bei seinem Dank an Rat und Verwaltung schloss er mit einem Blick aus dem Fenster auch die Mitarbeiter der Straßenreinigung für ihren Winterdienst ein.

Bildtext: Als Zeichen guten Willens steht das gemeinsame Händereichen am Ende der Zeremonie des Handgiftentages: Rat, Stadtverwaltung und Gäste versicherten sich auch gestern Abend erneut damit ihres gegenseitigen Respekts und der Absicht, gemeinsam die Geschicke der Stadt Osnabrück zu lenken. Foto: Egmont Seiler
Autor:
fhv


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